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Beherrschen Sie den Stress oder beherrscht er Sie?

Erstellt am: 24.10.2018 | Kategorie: Self-Management,
Beherrschen Sie den Stress oder beherrscht er Sie?

Serie von Prof. Seiwert zum Thema „Umgang mit Stress“ Teil 4

Beherrschen Sie den Stress oder beherrscht er Sie?

Stressoren kann man nicht ausschalten. Man kann dem Chef nicht kündigen, das Telefon nicht abstellen, den Stau nicht vermeiden, quengelnde Kinder nicht abschieben. Aber man kann mit ihnen leben. Und manche Menschen können das eben besser. Woran das liegt? Bestsellerautor Prof. Dr. Lothar Seiwert ist genau dieser Frage nachgegangen. 

Ganz einfach: Negativer Stress entsteht, wenn man meint, keinen Einfluss auf die Situation nehmen zu können.
Wenn man sich dem Stress als Opfer ausliefert. Stresssituationen, die wir in der Kindheit erlebten, begleiten uns oft ein ganzes Leben lang. Wir pinkeln ins Bett, blamieren uns in der Tanzschule, verlieren den Faden bei einer Rede ... All das frisst sich in die Erinnerungsschubladen ein – und taucht immer wieder auf in ähnlichen Situationen. Wir brauchen nur ein Rednerpult zu sehen. Und schon schaltet der Körper um auf Stress: Das Herz rast, die Hände schwitzen, der Mund ist trocken, der Kopf blockiert.
Stress hat uns nur im Griff, wenn wir das Gefühl haben, Opfer zu sein, etwas nicht zu meistern.
„Mir geht sowieso alles schief, ich pack das nicht, das halt ich nicht aus, keiner liebt mich, keiner darf merken, dass ich ...“. Menschen, die sich Sätze wie diese sagen, sind immer gestresst. Solche Glaubenssätze wurzeln sehr tief, wurden früh in unser Unterbewusstsein programmiert. Menschen, die sich hingegen sagen: „Das schaffe ich schon,“ die an ihre Selbstwirksamkeit glauben, wie Psychologen das nennen, von ihr überzeugt sind, auf ihre Fähigkeiten und Einflussmöglichkeiten vertrauen, besitzen ein hohes Maß an Stressresistenz. 
Wer nicht so selbstsicher ist, kann es trainieren. Studien zeigen: Stress­management-Training baut Blockaden ab. Und das funktioniert über den Kopf. Denn Stress kochen wir selbst aus, im Gehirn, mit negativen Gedanken. Eine alte chinesische Weisheit sagt: „Du kannst nicht verhindern, dass die Vögel der Besorgnis über deinen Kopf fliegen. Aber du kannst verhindern, dass sie sich in deinem Kopf ein Nest bauen.“ Negativer Stress wird durch geistiges Wiederkäuen am Leben erhalten. Wer zum Grübeln neigt, ist weniger stress­resistent. Immer wieder ruft das Gehirn eine Kritik hoch, neidische Gedanken, Zorn. Immer wieder kocht der Ärger, die Angst im Kopf auf. Die Gedanken wühlen in emotionalen Wunden. Und das führt zu körperlichen Reaktionen. Anhaltende Stressgefühle machen krank, sie schlagen auf Herz und Magen. 

Wer zum Grübeln neigt, ist weniger stressresistent.

Deshalb braucht der Geist Entspannung: Er muss aufhören, über das Gestern zu Grübeln und sich um das Morgen zu sorgen. Man sollte lernen, den Augenblick zu genießen – und ­einsehen: Nichts ist so wichtig, dass es lohnend wäre, sich darüber aufzu­regen.
Meditation ist das wirkungsvollste Mittel, um abzuschalten, die Zeit in den Griff zu bekommen, den Moment zu fangen. Meditation im buddhistischen Sinne heißt: Achtsamkeit herstellen. Man konzentriert sich bewusst auf den Moment, versinkt in Aufmerksamkeit. Meditation macht immun gegen Stress. Studien belegen: Wer meditiert, stärkt sein Immunsystem, ist zufriedener durch ein Mehr der Glücksbotenstoffe Serotonin und Endorphine. Wer drei Jahre regelmäßig meditiert, ist biologisch zehn Jahre jünger. 

Nichts ist so wichtig, dass es lohnend wäre, sich darüber aufzuregen.

Wörtlich bedeutet meditieren „in die Mitte kommen“. Meditation kann Lösungen auf die Fragen bringen: „Was und wo ist meine innerste Mitte, mein Lebensmittelpunkt, mein eigentliches Lebensziel?“ Oder einfacher gesagt: 

„Warum und wozu lebe ich?“ Oder noch einfacher: „Wer bin ich?“

Nur im Rückzug vom stressigen Alltag finden wir Antworten auf diese ewigen inneren Fragen. Der Geist muss dazu ruhig und leer werden – denn erst dann können wir die Stimme unserer inneren Weisheit hören. Weil uns das Stillwerden so schwerfällt, hat jede Kultur der Menschheit vielfältige Meditationstechniken entwickelt: zum Beispiel monotone Gebete wie den Rosenkranz, Mantren oder körperliche Rituale wie Yoga- oder Qigong-Übungen. Egal welche äußere Form der Ausstieg aus der Zeit hat: Es gibt dafür Regeln, die kultur- und religionsübergreifend sind.

Die drei Grundregeln der Meditation:
1. Mäßig, aber absolut regelmäßig.
2. Meditation ist überall und immer machbar, man braucht keine
besondere Umgebung oder Voraussetzungen dafür.
3. Nichts erwarten, sondern abwarten…

Stress hat uns nur im Griff, wenn wir das Gefühl haben, Opfer zu sein, etwas nicht zu meistern. Im Grunde brauchen wir die Antriebsfeder Stress, die richtige Dosis verleiht uns Flügel. Ein gewisses Maß an Stress weckt den Geist, aktiviert den Körper, schenkt uns Energie, eine Aufgabe zu bewältigen. Nur zu viel ist eben zu viel. Drücken Sie rechtzeitig den „Reset“-Knopf. Jeder hat ihn im Körper. Sich Zeit nehmen und Muße tanken – das tilgt den Stresscocktail aus der Blutumlaufbahn. Der Blutdruck sinkt, der Puls schlägt langsamer – innere Ruhe kehrt ein, die Seele kommt ins Lot.

Prof. Dr. Lothar Seiwert

 

Bildquelle: © alphaspirit – Fotolia.com

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