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Besser bewegen. Schneller Laufen

Erstellt am: 24.10.2017 | Kategorie: Studio-Management, Fitness,
Besser bewegen. Schneller Laufen

Praxisbericht: Läufer als Zielgruppe im Studio

Besser bewegen. Schneller Laufen

Über 30 Millionen Deutsche joggen oder walken regelmäßig. Hinzukommen die vielen Menschen in Deutschland, die eine lauf­affine Sportart betreiben wie z.B. Fußball. Wie man diese bisher oft vernachlässigte Zielgruppe für das Training in einem Studio begeistert, das erklärt uns Christian Hasler, Inhaber des ­Studios next.level.

Laufsportler sind eine für Studios schwer zu erreichende Zielgruppe. Die meisten betreiben ihren Sport nach dem Motto „erst einmal loslaufen“ und trainieren, anbieterunabhängig.
Das Trainings- und Therapiezentrum next.level in Schweinfurt konnte diese Personengruppe dennoch erfolgreich in ihr Angebot integrieren. Die praktische Erfahrung, die man in der Betreuung von Läufern gesammelt hat, wurde jetzt sogar in ein eigenes Konzept mit dem Namen nl.running übertragen.

Christian Hasler, Betreiber des next level in SchweinfurtChristian Hasler
Der Diplom-Sportwissenschaftler betreibt seit 2008 das Fitness- und Gesundheitsunternehmen next level in Schweinfurt in Nordbayern. Das moderne Therapie- und Trainingszentrum verfügt über 31 Mitarbeiter, eine Fläche von 1.400 m2 und umfasst die Bereiche Physiotherapie, Fitness und Running. Christian Hasler, u.a. medizinischer Trainingstherapeut sowie Speed & Rehab-Coach, ist trotz seiner Aufgaben in der Studioleitung auch selbst in der Betreuung von Sportlern aktiv. Durch die Zusammenarbeit bekannten Fitnessmarken wie z.B. flexx und e-gym kennt er die Anforderungen an ein professionelles Vertriebskonzept aus erster Hand.
Kontakt: running@ihr-nextlevel.de

F&G: Wie seid ihr darauf gekommen, euch ausgerechnet dieser Zielgruppe anzunehmen?
Christian Hasler: In der Physiotherapie aber auch in der Rehabilitation haben wir permanent mit Sportlern zu tun und sehr oft mit Läufern. Das primäre Ziel ist es, sie nach Verletzungen oder Operationen wieder fit und beschwerdefrei zu bekommen.
Dabei stellen wir immer wieder fest, dass viele Probleme durch einen suboptimalen Laufstil hervorgerufen werden sowie durch individuelle Einschränkungen in der Biomechanik. Allerdings ist einem Groß­teil der Kunden ihre unphysiologische Lauftechnik nicht bewusst. Hinzu kommen neurologisch ver­änderte Bewegungsmuster, z.B. durch ­Verletzungen, Schmerzen oder schlechte Angewohnheiten.
Im Laufe der Jahre konnten wir also viel Praxiserfahrung sammeln, die jetzt in ein eigenes Konzept mündet.
F&G: Wie groß ist das Potenzial im Bereich Laufsportler?
Christian Hasler: Da mehr als 30 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig walken oder joggen, kann man sich vorstellen, dass die Nachfrage nach professionellen Angeboten für Läufer riesig ist. Wir setzen die eigens entwickelten Bewegungsmuster heute bei nahezu allen Patienten mit Beschwerden in der unteren Extremität oder im Rücken ein.
Wir analysieren heute täglich zwischen vier und sechs Personen nach nl.running und das ist erst der Anfang.
F&G: Muss man "richtig laufen“ erst lernen?
Christian Hasler: Laufen ist die na­türlichste Bewegung der Welt. Der Mensch läuft ungefähr ab seinem ersten Lebensjahr. Die vermeintliche Natürlichkeit des Laufens geht jedoch mit zunehmendem Alter verloren, oft durch eine sitzende Grundhaltung und mangelnde Be­wegung.
So kann man bei den meisten Erwachsenen eine viel zu starke Vorneigung des Oberkörpers beobachten. Diese wird häufig durch die Beckenstellung hervorgerufen, welche durch Muskeln wie dem Hüftbeuger, Bauchmuskulatur, Rückenstrecker Beinbeuger und Beinstrecker definiert wird. Kommt es hier zu Dysbalancen oder schlichtweg unnatürlichen Bewegungsmustern, ist die gesamte Bewegungs-Physiologie beeinträchtigt.
F&G: Wie kam es dazu, dass ihr daraus ein eigenes Konzept entwickelt habt?
Christian Hasler: Wie gesagt, wir hatten von Anfang an viele Patienten bzw. Kunden mit Laufbezug. Kaum legten wir mit unseren eigenen Konzept-Bausteinen los, stiegt die Nachfrage nach Laufanalysen und Trainingsprogrammen von Woche zu Woche.
Gleichzeitig konnten wir eine enge Verknüpfung zu unseren anderen Angeboten wie Fitness, Physiotherapie und Rehabilitation herstellen. Kunden wurden also nicht nur dauerhaft in ihrem Anliegen unterstützt, sondern auch langfristig ge­bunden.
Zuerst wollten wir die steigenden Umsätze selbst nutzen und zehn Mikrostudios eröffnen. Schon bald haben wir aber realisiert, dass es die perfekte Infrastruktur für ein solches Angebot bereits existiert, in Fitnessclubs und Physiotherapiepraxen in Deutschland.
Viele Kosten, die bei jedem neuen Standort entstehen (Miete, Umbau, Sanitär, Servicemitarbeiter für Terminvergabe usw.), fallen so weg. Außerdem ist die Schnittstelle zur Trainingsfläche Gold wert.
So war es nur logisch, andere Anbieter zu beteiligen, indem wir unsere Erfahrungen zu einem Konzept bündeln.
F&G: War die Reaktion der anderen Studios so, wie ihr das erwartet hattet?
Christian Hasler: Die Resonanz ist überwältigend. Ohne wirklich mit dem Vertrieb gestartet zu sein, haben wir bereits 20 Partner. Bei der großen Zielgruppe werden wir allerdings mehr Einrichtungen brauchen, um flächendeckend für unsere Kunden da zu sein. Wir arbeiten gerade daran, den Studios direkt Kundenanfragen zu schicken. Hierfür haben wir namhafte Kooperationspartner mit im Boot, die für eine reibungslose technische Abwicklung sorgen.

So funktioniert das Konzept nl.running

Bei nl.running werden bestehende Bewegungsmuster analysiert und individuelle Trainingsprogramme für die optimale Koordination der Laufbewegung erstellt. Außerdem wird der persönliche Laufstil geformt und stabilisiert. Das Ergebnis: ein höheres Level an Fitness, Gesundheit, Schnelligkeit, Wendigkeit, Koordination sowie eine gezielte Verletzungsprävention. Motto und Zielsetzung dahinter: „Besser bewegen. Schneller laufen“. Infos unter: www.nextlevelrunning.de.

Bausteine:
- Funktionelle Bewegungsanalyse
- Videoanalyse der Lauftechnik
- Neuro-Muskuläres Training
- Lauftechnik-Training
- Speed-Coaching
- Individuelle Trainingsplanung
- Lauf-/triathlon-spezifische Ernährungsberatung
- Marketing/PR
- Leadgenerierung (Direktes Zuweisen von Kundenanfragen an das Studio)

F&G: An welche Zielgruppen sollte sich ein professionelles Konzept für Läufer richten?
Christian Hasler: Unsere Trainingsprogramme sind gedacht für ­Sprinter, Läufer, Triathleten, Spielsportler, Kinder, Patienten, Schlaganfallpatienten ...
Den typischen Laufkunden gibt es nicht, ebenso wenig spezifische Alterseinschränkungen. Wir trainieren mit Kindern ab 6 Jahren genauso wie mit 80-jährigen Schlag­anfallpatienten.
F&G: Welche Tipps hast du für die praktische Umsetzung im Studio?
Christian Hasler: Was die praktische Umsetzung anbelangt, sollte die Zusammenarbeit mit Physiotherapie und Reha intensiv sein. Unsere Patienten erhalten zunächst eine kostenfreie Kurzanalyse des aktuellen Bewegungsmusters. In den meisten Fällen entschließen sie sich direkt für das anschließende Training. Dieses wird auf die individuellen Bedürfnisse sowie die therapeutischen Anforderungen abgestimmt.
Zahlreiche Kunden starten bereits zu Beginn ihres Lauftrainings mit einem begleitenden Fitnesstraining. Wir nennen das „run&train“. Spätestens zum Ablauf des Programms gelingt es uns, die restlichen Kunden von einem regelmäßigen Fitnesstraining zu überzeugen.
F&G: Das Konzept wurde auf Grundlage eurer Arbeit mit Profisportlern erarbeitet. Kann man diese Erfahrungen auch auf andere Gruppen übertragen?
Christian Hasler: Profisportler haben eine hohe intrinsische Motivation bezüglich Fitness, Performance bzw. Leistungssteigerung. Auch sind sie offen für neue Trainings- und Therapieaspekte, stehen gleichzeitig unter enormem Leistungsdruck.
Diesen gilt es, in positive Energie umzuwandeln und für die Trainingseinheiten zu nutzen. Die Kunst bei der Betreuung von Profisportlern ist die Verbindung verschiedener Kompetenzen.
Wir betreuen z.B. Fußballspieler wie Karim Bellarabi, Top-Triathleten wie Natascha Schmitt, Marathon- und Crossläufer wie Manuel Stöckert, den Profi-Motocross-Fahrer Max Nagel und viele mehr.
Dieses Wissen und unsere Erfahrungen aus der Arbeit mit Leistungssportlern kann man, ebenso wie die Methode des progressiven Coachings, sehr gut auf Hobbysportler bzw. Patienten übertragen. Letztendlich geht es um die Optimierung der menschlichen Bewegung durch die Verbindung verschiedener Komponenten und die optimale Zusammenarbeit im Team.
F&G: Ein wichtiges Thema im Rahmen des Konzepts ist neuromuskuläres Training. Kannst du uns dazu mehr erzählen?
Christian Hasler: Neuromuskuläre-Training ist eine spezielle Trainingsmethode mit dem Ziel, Bewegungen, Gleichgewicht, Koordination, Ge­schwindigkeit, Antritt, Mobilität, Kraft und Wendigkeit deutlich zu verbessern. Ein Muskel bekommt sein Aktionspotenzial entweder aus ei­nem Reflex (schnellste Verbindung) oder wird vom Gehirn gesteuert.
Diese Steuerung ist entscheidend. Zum einen können wir durch Übungen und gezielte Reize Bewegungsmuster neu programmieren, zum anderen helfen wir dabei, die Innervierung von motorischen Einheiten zu verbessern (Versorgung von Geweben, Organen oder Körperteilen mit motorischen, sensiblen oder vegetativen Nerven).
Ein einfaches Beispiel: Stellen wir uns Tauziehen vor. Wir haben fünf Leute im Team. Davon ziehen nur zwei, die anderen drei schauen zu. Wenn wir gewinnen möchten, hilft es nicht, wenn die drei Inaktiven intensiv Kraft trainieren und stärker werden. Zuerst müssen wir Ihnen klarmachen, dass sie überhaupt beim Tauziehen mitmachen.

Interview: Sabine Mack für F&G

 

Praxisbeispiel Neuromuskuläres-Training
Kaum ein anderes Training fokussiert alle drei Bewegungsebenen so sehr wie das neuro-muskuläre Training. Durch die Kombination aus Schnelligkeit, Beweglichkeit, Kraft, Ansteuerung und Gleichgewicht wird eine starke Stimulation des zentralen sowie peripheren Nervensystems bewirkt.
Christian Hasler: Im Bereich Koordination arbeiten wir u.a. mit der Übung „Fast Steps“ und nutzen dafür eine speziell für unsere Methode entwickelte Trainingsmatte. Der Sportler führt hier innerhalb von festen Zeitfenstern unterschiedliche, koordinativ anspruchsvolle Schrittfolgen aus. Der Coach achtet dabei z.B. auf folgende Aspekte:
- Gibt es eine oder mehrere Pausen während der Bewegung?
- Wird mit dem richtigen Fuß geführt?
- Wechselt der Coachee den Führungsfuß während der Übung?
- ­Verliert der Coachee die Kontrolle über die Koordination?

 

Stimmen aus der Praxis

Hobbyläuferin Bettina Göb (42)
„Die Laufanalyse sollte jeder machen, der regelmäßig läuft. Schon das hat mir wirklich viel gebracht. Ich laufe konzentrierter und motivierter. Das Training ist dann etwas für alle, die sich nicht mit ‚OK‘ zufriedengeben, die mehr wollen. Es geht nicht darum, sich mit den Top-Athleten zu vergleichen. Mein Ziel ist es für mich selbst, jeden Tag ein bisschen besser zu werden. Wenn ich wirklich mal einen Halbmarathon schaffe, bin ich super stolz... egal welche Zeit die Anderen laufen.“

Thorsten Dittmar, Sportwissenschaftler
„Ein wichtiger Vorteil ist der ganzheitliche Therapieansatz. Viele unserer Patienten benötigen im Alltag oder beim Sport irgendeiner Form von (schnellem) Gehen, Walken oder Joggen. Hier setzen wir an und bringen Informationen und Übungen aus dem Konzept aktiv in die Therapie mit ein. So können wir therapeutische Erfolge auch langfristig sichern.“

Hobbytriathlet Thomas Rumpel (30)
„Analyse und Training hat mir geholfen, meine Rückenprobleme in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig konnte ich auch meine Performance und meinen Laufstil deutlich verbessern.“

Wolfgang Müller, Studio-Inhaber (LIFE Gesundheitstraining)
„Ich bin selbst passionierter Läufer und war direkt begeistert. Mit nl.running untermauern wir unseren Status als Ausdauer- bzw. Laufspezialist. Für unsere aktuellen Kunden können wir noch mehr Möglichkeiten bieten, um an ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu arbeiten. Durch die integrierte Laufanalyse und dem dazugehörigen Konzept erschließen wir uns außerdem neue und interessante Kundengruppen.“

 

Fotos:
©RenstephThompson
next level
shutterstock

 

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