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Datenrausch oder greifbarer Nutzen?

Erstellt am: 11.05.2018 | Kategorie: Marketing & Sales, Fitness,
Datenrausch oder greifbarer Nutzen?

Data

Chancen & Herausforderungen einer digitalen Trainingsfläche

Datenrausch oder greifbarer Nutzen?

Digitale Lösungen prägen inzwischen viele Bereiche unserer Gesellschaft. Auch für die Fitnessbranche entstehen durch neue digitale Tools verheißungsvolle Lösungen. Gerade bei der ­Analyse und Steuerung der Trainingsplanung liegt in den meisten Studios noch viel Potenzial brach. Bevor man sich dem „Datenrausch“ hingibt, gilt es allerding einige Punkte zu beachten, damit das digitale Engagement auch vom Erfolg gekrönt wird: praktisch wie wirtschaftlich.

Bereits 2013 sah der wissenschaftliche Dienst des Bundestags¹ Big Data als großes „Innovationsthema der Informationstechnik“. . Erlaube doch die Kombination bisher nicht aufeinander bezogener Daten eine „neue Qualität der Ergebnisse“. Tatsächlich ermöglicht es der technische Fortschritt, wachsende Datenmengen in immer kürzerer Zeit zu verarbeiten und so unterschiedlichste Datenquellen zu vernetzen. Ob Informationen aus sozialen Netzwerken oder per Smartphone verbundenen Sensoren: Training in Therapie, Fitness und Athletik kann bereits heute detailliert erfasst, mit trainingsfernen Daten verknüpft und zusammenhängend ausgewertet werden.

Wo Potenziale brachliegen

Für Studiobetreiber und Trainer verspricht die Digitalisierung besonders bei der Analyse und Steuerung der Trainingsplanung bisher unerreichte Potentiale. Trainings- und Leistungsdaten können detailliert erfasst und verglichen werden. So ist es möglich erfolgreiche Trainingsstrategien stetig weiterzuentwickeln. Auch lassen sich bewährte Trainingsstrategien dadurch von einem auf andere Kunden übertragen. Als zeitgemäße Lösungen etablieren sich Cloud Services zunehmend am Markt. Automatisierte Backups schützen vor Datenverlust und die Daten können immer und überall abgerufen werden. Geschützte Datenverbindungen zu den Servern vermeiden ein Mitlesen der Nutzerdaten und ein deutscher Serverstandort sorgt für rechtliche Sicherheit. Diese dezentralen Lösungen bieten zudem den Vorteil, dass Kunden immer und überall betreut werden können. Kunden sind so in der Lage, begleitend zu ihrem Training im Studio auch zuhause bzw. am Arbeitsplatz zu trainieren und ihr Training auch über den Urlaub fortsetzen. Gleichzeitig hat der Trainer Einblick in das Training außerhalb der Einrichtung und kann die Kunden noch besser betreuen.

Echter Input durch mehr Technik

Doch das Wühlen im Datenstrom birgt auch Herausforderungen, zusätzlich zu den steigenden Anforderungen im Datenschutzbereich. Denn mehr und schnellere Technik bringt nicht automatisch mehr brauchbaren Inhalt. Mit einer wachsenden Datenmenge steigt auch der Einfluss fehlerhafter Werte. Falsche statistische Zusammenhänge zu finden wird wahrscheinlicher, was eine einfache Interpretation er­schwert. Umso mehr Variablen berücksichtigt werden, desto wahrscheinlicher werden auffällige Zusammenhänge zufälligen Ursprungs. Auch der grundsätzliche Umgang der Kunden mit der eingesetzten Technologie wirkt sich auf die Datenqualität aus. Unterscheidet sich die Nutzungsintensität verschiedener Kundengruppen, wächst die Gefahr statistischer Schieflagen. Der Anwender, der durch die Technologie Entlastung wünscht, steht nun vor der Herausforderung, die gegebenen Werte richtig interpretieren zu können. Für die Trainingsplanung bedeutet dies, dass Therapeuten und Trainer auf immer mehr Daten zurückgreifen können. Gleichzeitig steigt der zeitliche Aufwand, möchte man all diese Informationen adäquat auswerten und berücksichtigen. Abhilfe schaffen intelligente Algorithmen. In der chemischen Verfahrenstechnik sowie in der Luft- und Raumfahrt werden seit Jahrzehnten erfolgreich mathematische Modelle zur Simulation und Optimierung komplexer Prozesse eingesetzt. Diese Methoden sind trennschärfer und auch im Vergleich zu Experten menschlichen Entscheidungen überlegen. Wichtig ist dabei, dass rückgemeldet wird, was richtig und was falsch ist. Nur so können intelligente Systeme lernen und sich zunehmend anpassen.

Praxisbeispiele

In der Trainingsplanung eignen sich intelligente Algorithmen besonders gut, um sich wiederholende Aufgaben wirtschaftlicher zu lösen:

• Vordefinierte Trainingspläne können nach vorgegebenen Kriterien von einem Kunden auf andere automatisch übertragen und angepasst werden.

• Spezialisierte Rechenmodelle erkennen Ermüdung oder Tagesform während einem Training und passen die Trainingsempfehlungen in Echtzeit an.

• Trainingsverhalten wird in Echtzeit analysiert und das Personal bei Auffälligkeiten informiert. Das Personal kann so gezielt Kunden ansprechen und jene unterstützen, die am stärksten davon profitieren.

• Einem Kunden nach einem intensiven Training genau den richtigen Drink empfehlen? Gezielte Zusatzverkäufe werden durch Anzeige der Kunden mit der höchsten Kaufwahrscheinlichkeit unter Einbezug der aktuellen Trainingsleistung möglich.

Checkliste für die erfolgreiche Umsetzung

Unabhängig von den jeweiligen Schwerpunkten im Studio bieten die folgenden Hinweise praktische Hilfestellung.

• Einfacher Datenzugriff
Flexible Betreuungsprozesse profitieren von einem Datenzugriff, der orts- und zeitunabhängig ist. Cloud-Services sind gegenüber lokalen Lösungen hier im Vorteil.

Systemunabhängige Lösungen
Browserbasierte Lösungen vermeiden Probleme mit lokalen Installationen und lassen sich sowohl auf Desktop-PCs als auch Mobilgeräten darstellen. Ob Service-PC im Thekenbereich, Tablet auf der Trainingsfläche oder per Smartphone in der Tasche: Die benötigten Daten sind einfach verfügbar.

Mehrwert aus Kundendaten
Es lohnt sich, gezielt nach Funktionen zu fragen, die den Betreuungsprozess erleichtern: Können beispielsweise zeitaufwändige Arbeiten, wie die individuelle Anpassung eines Trainingsplans, nach eigenen Kriterien (teil-)automatisiert werden? Funktionieren die Systeme nur auf Anforderung oder können Sie in Echtzeit das Training anpassen?

Ganzheitliche Trainingssteuerung
Neben dem Training an Kraft- und Cardiogeräten sollte die Lösung auch Übungen mit Kleingeräten bzw. Freikörpertraining umfassen, um die gesamte Trainingsfläche abzudecken. Auch hier erweisen sich Systeme als vorteilhaft, die neben der Dokumentation das Training zusätzlich steuern können. Es gibt sogar bereits Systeme, welche die individuelle Trainingssteuerung ihrer Kunden mit einer Auslastungsoptimierung ihrer Trainingsfläche verbinden.

Über den Autor

Felix Weißer hat langjährige Erfahrung als Berater und Datanalyst im Gesundheitswesen. Seit 2016 ist er Mitgründer und Geschäftsführer von hekori, einem Unternehmen, das sich u. a. innovativen Lösungen im Bereich der digitalen Trainingsplanung verschrieben hat.

Felix.weisser@hekori.com
www.hekori.com

Bilder: © maxsim – Fotolia.com, © 1599685sv - Fotolia.com
Quelle ¹: Sabine Horvath. Big Data; WD 10 Deutscher Bundestag, 06.11.2013

 

 

 

 

 

 

 

 



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