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Den Rücken stärken mit EMS

Erstellt am: 05.12.2016 | Kategorie: EMS-Training,
Den Rücken  stärken mit EMS

Serie zum EMS Handbuch, Teil 4

Rückenprobleme zählen in den westlichen Industrienationen zu den verbreitetsten Beschwerden. Mangelnde Bewegung, einseitige Belastung, falsche Ernährung, Fehlhaltungen, Krankheiten, mangelnde soziale Unterstützung, Stress und unvorteilhafte Arbeitsbedingungen fordern ihren Tribut. Im vierten Teil der Serie erklären die Autoren, wie durch Rückentraining mit EMS-Training positive Effekte erzielt werden können.

Rund 70 % aller Rückenschmerzen treten an der Lendenwirbelsäule auf, wo die höchsten Belastungen auf Bandscheiben und Wirbelkörper einwirken. Als ausschlaggebende Ursache für Rückenbeschwerden gelten in der Regel muskuläre Dysbalancen (zumeist ein Ungleichgewicht zwischen den Extensoren und Flexoren des Rumpfes). Durch einseitige, lang an­haltende und monotone Fehlhaltungen verliert die Bandscheibe an Wasser und somit an Elastizität. Dadurch können kleine Einrisse bis hin zum Bandscheibenvorfall entstehen. Der dabei entstehende Schmerz wird von Schmerzrezeptoren über das Rückenmark zum Gehirn geleitet.

Schonverhalten & Folgen

Im Rückenmark existieren Nervenbahnen, die bestimmte Schmerzreize unterdrücken können. Diese Schmerzschwelle kann man sich als eine Art Tor vorstellen, welches das Gehirn vor Schmerzen schützt (Gate-Control-Theorie). Beim Auftreten stärkerer Schmerzen befiehlt das Gehirn dem Körper, sich auszuruhen, um die schmerzenden Bereiche zu schützen. Einzelne Muskelgruppen reagieren mit reflektorischer Anspannung (Tonuserhöhung). Das bei akutem Schmerz als „Erst­reaktion“ durchaus sinnvolle und nützliche Schonverhalten kehrt sich bei chronischen Beschwerden in seiner Wirkung um und wirkt noch verstärkend. Verspannungen und Beweglichkeitseinbußen sind die Folge.

Aktiv vorbeugen

Als beste Prophylaxe gegen Rücken­beschwerden dient ein kräftiges Muskelkorsett als Stütze und Stabilisator der Wirbelsäule. Durch die Trainingsaktivität unter EMS nehmen das Vermeidungs- und Schonverhalten und die damit verbundene negative Verstärkung ab. Es tritt eine verbesserte Konditionierung und Regeneration des Körpers und eine Normalisierung des Schlafverhaltens ein. Durch das gezielte Ablenken vom Schmerz und die Aufmerksamkeitslenkung kann durch das EMS-Training sogar eine antidepressive Wirkung erfolgen. Das soziale Wirkungsfeld kann durch ein Training mit Personal-Trainer oder ein Gruppentraining vergrößert werden.

Schmerzempfindung reduzieren

Weiterhin wird durch eine Nerven­reizung eine stimulationsbedingte Hemmung der zentralgerichteten Schmerzleitung an das Gehirn vollzogen. Hiermit soll eine Reduzierung von Schmerzempfindungen durch eine Hypersensibilisierung der schmerzauslösenden Nervenfasern erreicht und somit die Schmerzwahrnehmung vermindert werden. Hohe Belastungs­intensitäten während der Elektrostimulation bewirken bei den meisten Patienten innerhalb kürzester Zeit Schmerzreduktion bis hin zur vollständigen Beschwerdefreiheit.

Um dem Rücken im Sinne einer Prophylaxe im weiteren Trainingsverlauf neue Belastungsreize zu geben und somit eine Stärkung der die Wirbelsäule umgebenden Rückenmuskeln zu forcieren, empfiehlt sich der Einsatz spezieller Rückenübungen. Der Schwerpunkt muss dabei immer auf die korrekte Bewegungsausführung gelegt werden. Nach jeder speziellen Rückenübung sollte als Ausgleich eine Grundübung durchgeführt werden mit Fokus auf eine andere Muskelgruppe, um gerade dem unteren Rücken im Lendenwirbelbereich ausreichend Er­holung zu geben und ihn vor Überlastung zu schützen.

Jens Vatter, Sebastian Authenrieth und Stephan Müller

Bildnachweis: © Kzenon - Fotolia

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