Brandneu Aktuelle Ausgabe Newsletter abonnieren
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige - - Anzeige - - Anzeige -
- Anzeige - - Anzeige - - Anzeige -

Es geht auch anders!

Erstellt am: 31.01.2014 | Kategorie: Szene, BVGSD,
Es geht auch anders!

Das „Bonner-Modell“ – BVGSD & DFAV erzielen Erfolg!

In Sachen Wettbewerbsverzerrung durch Vereins-Fitnessstudios hat es bereits im Dezember 2013 eine Annäherung zwischen gewerblichen Studios und Vertretern des Vereinssports in Bonn gegeben. Der Stadtsportbund Bonn und eine Initiative Bonner Fitnessstudios haben sich auf Vermittlung von BVGSD e.V. und DFAV e.V. auf ein konstruktives und partnerschaftliches Miteinander geeinigt. Das „Bonner-Modell“ basiert auf dem Kooperations-Konzept von Thomas Röhrle aus Fellbach.

Eine Konfrontation in Sachen Vereinsfitness ist nicht unbedingt notwendig, das haben mehrere Gesprächsrunden zwischen dem Vorstand des Stadtsportbundes Bonn und Vertretern gewerblicher Fitnessstudios aus Bonn im Dezember 2013 deutlich gemacht.

Auf Initiative des Deutschen Fitness und Aerobic Verbands (DFAV) und des neu gegründeten Bundesverbands Gesundheitsstudios Deutschland (BVGSD) haben sich die beiden Gruppen in einer sehr konstruktiven und vertrauensvollen Atmosphäre getroffen. Sowohl die „Studio“- als auch die „Vereinsseite“ konnten sich bei diesen Treffen Klarheit bzgl. der jeweiligen Positionen verschaffen und dabei feststellen, dass ein gedeihliches Nebeneinander nicht nur möglich, sondern sogar von beiden Seiten gewünscht ist.

Skepsis im Vorwege

Mit gemischten Gefühlen hatte sich eine vierköpfige Interessengemeinschaft gewerblicher Bonner Fitness-studiobesitzer mit den beiden F&G Heraus­gebern am Nachmittag des 10. Dezember 2013 auf den Weg gemacht. Bei einem Treffen mit dem Vorstand des Stadtsportbundes wollten die Bonner Studiobetreiber über Möglichkeiten zur Eindämmung des un­lauteren Wettbewerbs zwischen gewerblichen und Vereins-Fitnessstudios sprechen um Kooperationsmöglichkeiten zwischen Vereinen und gewerblichen Studios zu sondieren.

Etwa fünf Wochen vorher hatte der DFAV-Vorsitzende Volker Ebener den ihm bekannten Stadtsportbundvorsitzenden der Stadt Bonn, Michael Scharf, der auch dem Olympiastützpunkt Bonn vorsteht, angerufen und angefragt, ob er sich ein Gespräch zwischen dem Stadtsportbund und einer Interessengemeinschaft Bonner Fitnessstudios vorstellen könne. Michael Scharf nahm diesen Vorschlag sehr positiv auf und signalisierte nach Rücksprache mit seinen Vorstandskollegen die Bereitschaft zum Gespräch.

Die beiden F&G-Kollegen Patrick Schlenz, der neue Vorsitzende des Bundesverbands Gesundheitsstudios Deutschland, und der DFAV-Vorsitzende Volker Ebener hatten in der Woche zuvor mehreren betroffenen Studios in Württemberg Besuche abgestattet, um sich dort über die oft verzweifelte Lage der dortigen Studiobetreiber und des Trainerpersonals aus erster Hand zu informieren. Daher kamen sie mit etwas gedämpfter Stimmung zu dem Gespräch

Konforme Interessenlage

Dann folgte aber die absolute Überraschung. Nach einem kurzen Bericht von Volker Ebener über die Situation in Württemberg aber auch anderen Regionen Deutschlands (Siehe hierzu auch die F&G Ausgaben F&G 05/2013 und F&G 06/2013) brachte Michael Scharf die Position des Stadtsportbundes Bonn in wenigen Sätzen auf den Punkt:

1. Der Stadtsportbund Bonn sieht sich – unabhängig von seiner Verpflichtung, die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten – als Vertreter aller Sportler in Bonn, egal ob diese privat (Jogger, Läufer, Inline-Fahrer, etc.), in Vereinen oder bei gewerblichen Sportanbietern wie Fitnessstudios, Tanzschulen, Kletterhallen, Kampfsportschulen, etc. organisiert sind.

2. Unter allen Sportlern in Bonn wird eine Gleichbehandlung angestrebt.

3. Der Stadtsportbund Bonn steht für ein Miteinander aller Marktteilnehmer und lehnt wettbewerbsverzerrende Maßnahmen durch die Vergabe von Drittmitteln etc. ab bzw. wendet sich gegen eine Wettbewerbsverzerrung.

Dieses unerwartete Statement, dem die übrigen, anwesenden Vertreter des Stadtsportbundes zustimmten, entschärfte die Situation ungemein.

Weiter wurde ausgeführt, dass das Thema Vereinsfitness für größere Vereine, wie beispielsweise Schwimmvereine, Turn-, Judovereine etc. insoweit Sinn machen würde, um ein notwendiges Krafttraining für deren Mitglieder, insbesondere der Wettkämpfer, oder auch ältere Vereinsmitglieder anbieten zu können.

„Röhrle-Modell“ als Vorbild

Volker Ebener berichtete daraufhin vom so genannten „Röhrle-Modell“, das der (gewerbliche) Studiobesitzer Thomas Röhrle aus Fellbach entwickelt hat, um ein konstruktives Nebeneinander mit Vereinen zu initiieren. Hierbei können Vereinsmitglieder zu einem ermäßigten Beitrag im Fitnessstudio trainieren und der Verein, mit dem ein solches Kooperationsmodell vereinbart wurde, erhält einen monatlichen „Kick-Back“ vom Studiobetreiber.

Dieser Gedanke wurde sowohl vom Vorstand des Stadtsportbunds als auch von der Interessengemeinschaft der gewerblichen Bonner Fitnessstudios positiv aufgenommen.

Michael Scharf machte daraufhin den folgenden Vorschlag. Es soll in einer Charta eine gemeinsame Erklärung vorbereitet werden, die

a) sowohl den Verzicht wettbewerbsverzerrender Aktivitäten seitens des Vereinssports in Bonn gegenüber den kommerziellen Anbietern von Sportangeboten erklären soll als auch

b) ein Kooperationsmodell auf Basis des „Röhrle-Modells“ in Bonn zwischen Vereinen und den gewerblichen Fitness-Anbietern vorstellt.

Stadtsportbund macht Kooperation offiziell

Ein 2. Treffen der Interessengemeinschaft der ge­werblichen Bonner Fitnessstudios wurde erneut von Patrick Schlenz (BVGSD) und Volker Ebener (DFAV) moderiert.

Die teilnehmenden Studiobesitzer aus Bonn mit deren Sprecher Günter Noll verständigten sich in diesem Meeting über ein gemeinsames Modell, in dessen Schranken sich die gewerblichen Anbieter in Bonn bewegen wollen, um mit den Vereinen Kooperationsvereinbarungen zu treffen.

Der Stadtsportbund Bonn, der sich als Vertreter aller Sportler versteht, informierte seine Mitglieder am 9. Januar 2014 im Telekom Dome anlässlich des Neujahrsemfangs über die vereinbarte Zusammenarbeit von Vereinen und den Anbietern von gewerblichen Sportangeboten in Bonn. Neben den Bonner Studios waren auch Studiovertreter aus Köln, wie beispielsweise Jörg Böhme und Hans Schwarzenberg (Just Fit) sowie dem Bonner Umland erschienen, die das „Bonner-Modell“ in Ihren Städten und Gemeinden umsetzen wollen.

Nur einen Tag später schrieb Michael Scharf vom Stadtsportbund Bonn, dass diese Charta / Erklärung den Mitgliedsvereinen des Stadtsportbundes präsentiert werden soll und man um eine Liste der teilnehmenden gewerblichen Fitnessstudios aus Bonn bitten würde.

Erfolg durch Aktivität

Der DFAV und der BVGSD hatten es also innerhalb kürzester Zeit geschafft, ein Modell zu entwickeln, das in die Tat umgesetzt wurde.

Kreativität und überlegte Aktivität zeichnen diese beiden Branchenverbände aus und zeigen, dass man in Sachen „Wettbewerbsverzerrung durch Vereins-Fitnessstudios“ durchaus Erfolge erzielen kann, wenn man sich Mühe gibt und entsprechende Anstrengungen unternimmt.

Patrick Schlenz & Volker Ebener

Es geht auch anders! Es geht auch anders! Es geht auch anders!

« zurück

Ähnliche Beiträge

- Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige -

© F&G - Fitness & Gesundheit 2018