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Faszien-Futter

Erstellt am: 05.08.2016 | Kategorie: Ernährung,
Faszien-Futter

Für eine schnelle Regeneration, gute Leistungsfähigkeit und Energie im Alltag

Stephan Müller hat in seinem Buch über 50 Studien eingebaut, welche positiven Wirkungen die richtige Ernährung auf die Faszien und das Gewebe des Menschen beinhaltet. In diesem Artikel erhalten Sie einen tollen Einblick, um diese einfachen Ernährungstipps leicht und verständlich an ihre Kunden weiter zu geben.

Neben dem Training ist auch die Ernährung wichtig, um das Fasziennnetz optimal in Form zu halten. Gut für die Faszien sind viel frisches Obst und Gemüse, Kräuter, die richtigen Öle, aber auch eiweißhaltige Lebensmittel wie Eier oder Nüsse. Der Schwerpunkt einer ausgleichenden Ernährung, liegt darin, Wirkstoffe in die Nahrung zu integrieren, die nachweislich eine entzündungshemmende, ausgleichende sowie antibakterielle Wirkung aufweisen.

Omega-9-Fettsäuren

Fangen wir doch gleich mal mit einer tollen Entzündungshemmung an. Die können sie erreichen, durch die ­Auf­nahme von Omega-9-Fettsäuren, die u.a. in Olivenöl, Rapsöl, Albaöl, Nüsse, Samen und Avocados vorkommt. Die Omega 9 Fettsäure wirkt (laut verschiedener Studien) ent­zündungshemmend. So hat z.B. 50 ml (ca. 3 Esslöffel Olivenöl) die gleiche schmerzsenkende Wirkung wie 200 mg Ibuprofen (Studie von Beauchamp, ­G. K., Keast, R., Morel, D. et al.: Ibu­profen-like activity in extra-virgin olive oil. Nature 2005: 437; 45–46.).

Zusätzlich wirkt die im Olivenöl ­vorkommende Substanz Oleocanthal nicht nur entzündungshemmend, ­son­dern auch antioxidativ. Ein qualitativ gutes Olivenöl erkennen Sie an der Bezeichnung „Natives Olivenöl, extra vergine, kalt gepresst“. Hierfür darf die Temperatur bei der Herstellung nicht über 27 Grad betragen, und der Säuregrad des Öls muss unter 0,8 Prozent pro 100 Milliliter Öl liegen. Sehr gute Olivenöle liegen sogar bei 0,3 oder nur 0,2 Prozent Säuregrad. Dieses wird nur erreicht durch die direkte Verarbeitung frischer Oliven zu Öl, ohne Lagerzeiten. Bei aller positiven Entzündungs­hemmung sollte die Menge des auf­genommenen Olivenöls im Auge behalten werden, da 50 Milliliter ­ca. 400 Kilokalorien liefern.

Reduzieren sie aus diesem Grund andere Fettträger, die vor allem entzündungsfördernd sind, wie die Omega-6-Fettsäure, die zahlreich in Maiskeim-, Soja-, Distel-, Sonnenblumen- und Weizenkeimöl enthalten ist oder die gesättigten Fettsäuren die z.B. in Wurst, Sahne, Süßigkeiten, Frittierfett, Snacks und in zahlreichen Milch­produkte vorkommen.

Sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien und Co.

Laut heutigem Stand sind etwa 100.000 verschiedene Pflanzenstoffe bekannt, wobei gerade mal 5.000 bis 10.000 davon in unserer Nahrung ­vorkommen z.B. in Obst und Gemüse, in Nüssen und Samen sowie in ­Kräutern und Gewürzen. Sekundäre ­Pflanzenstoffe und Antioxidantien sind ­aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkungen für eine optimale Gewebefunktion und für einen reibungslosen Ablauf im Körper absolut notwendig.

Allicin

Der in Zwiebeln und Knoblauch vorkommende Wirkstoff Allicin wird durch die Zerstörung der Zellwände beim Schneiden oder Pressen des Gemüses und die anschließende ­Reaktion mit Sauerstoff zu Allicin umgewandelt. Allicin hat in erster Linie eine antibakterielle Wirkung auf den Körper und die Faszien. Lassen Sie Zwiebeln und Knoblauch deshalb nach dem Schneiden immer erst fünf bis zehn Minuten offen stehen, bevor Sie das Gemüse weiterverarbeiten, damit der Sauerstoff reagieren kann.

Capsaicin

Capsaicin kommt in verschiedenen Paprikaarten (Paprika, Chili, Peperoncini) und in schwarzem, weißem, grünem und rosa Pfeffer sowie in Cayenpfeffer und Chilipfeffer natürlich vor und hat eine durchblutungssteigernde, gefäßerweiternde und schmerz­lin­dernde Wirkung. Dies funktioniert durch die Bindung des Capsaicins an die Schmerzrezeptoren, wodurch die Schmerzen deaktiviert werden. Wir ­fühlen keinen Schmerz mehr, dadurch wird die Entzündung herunterreguliert.

Curcumin

Curcumin ist in vielen intensiv ­gelb-orangefarbenen Gewürzen wie Kurkuma oder Safran enthalten und uns vor allem durch Currymischungen bekannt. Es hat antioxidative, antikanzerogene (krebshemmende) und ­ent­zündungshemmende Wirkungen auf das Gewebe und den gesamten Körper und hilft bei der Aktivierung der ­körpereigenen Kollagensynthese.

Zahlreiche Studien in den letzten Jahren haben gezeigt, dass Curcumin ebenso wirksam gegen Entzündungen im Körper vorgeht wie manch ein­schlägiges Medikament, allerdings ohne dessen schädliche Nebenwirkungen. Curcumin ist öllöslich. Verbinden Sie es immer mit etwas frisch gepresstem Leinöl, bis es vollständig im Öl gelöst ist. Die Kombination mit ­Capsaicin erhöht die Wirkung von Curcumin im Körper deutlich. Fügen Sie Gerichten mit Kurkuma, Curry oder Safran deshalb immer auch etwas ­Pfeffer hinzu.

OPC (oligomere Proanthocyanidine)

OPC ist ein in verschiedenen Pflanzen natürlich vorkommender Stoff, der zur Gruppe der Flavanole gehört. Sie ­verringern Gewebeschäden, verbessern die Blutzirkulation und reduzieren ­Entzündungen. Zusätzlich verstärken OPC die positive Wirkung der Vitamine A, C und E. OPC dienen wie viele andere sekundäre Pflanzenstoffe den Pflanzen hauptsächlich zum Schutz vor UV-Strahlung sowie vor ungünstigen klimatischen Bedingungen. An der Rebe sind Trauben häufig stark fäulnisanfällig, weshalb diese Früchte be­sonders viel OPC enthalten.

Verzehren wir viele Trauben, kommt das wiederum unseren Körperzellen zugute: Laut einer Studie kann die ­Einnahme von Traubenkernextrakten die Durchblutung der Gefäße und des (Faszien-)Gewebes verbessern und gleichzeitig den Blutdruck senken. Abgesehen von Traubenkernen und den Schalen roter Trauben befinden sich besonders viele OPC auch in Kokosnüssen, in Ginkgoblättern, in Äpfeln und in Rotwein. Grundsätzlich kommen OPC verstärkt in Kernen und Kerngehäusen sowie in Schalen vor.

Zink

Der positive Einfluss von Zink auf die Reparatur und die Regeneration des Gewebes scheint neuesten Forschungen zufolge sogar noch größer zu sein als bisher angenommen. Zink zählt ­zu den Spurenelementen, die für einen funktionierenden Stoffwechsel unverzichtbar sind. Ob Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel, Aufbau von Körperzellen, Hormonhaushalt oder Immunsystem – Zink hat gewissermaßen überall seine Finger im Spiel. So stimuliert Zink ­beispielsweise die Aktivität der T-Helferzellen und der Leukozyten (Gröber: Orthomolekulare Medizin Stuttgart 2002 und Metz, C. et al: T-helper type 1 cytokine release is enhanced by in vitro zinc supplementation due to increased natural killer cells Nutrition 23, 2007).

Gute Quellen für Zink sind Kakao, Mohn, Eigelb, Leinsamen, Austern, Rindfleisch, Nüsse, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Pilze, Meeresfrüchte und manche Grünteesorten. Die Kombination mit eiweißhaltigen und Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wirkt sich positiv auf die Zinkaufnahme aus. Wie wäre es zum Abschluss mit einem leckeren Stoffwechsel-Aktivierer mit Chili?

Das Rezept

Zutaten für 500 ml:

  • 3 cm Ingwer- oder Galgantwurzel 
  • 250 ml magnesium- und kalziumreiches Mineralwasser 
  • ½ rote Chilischote
  • 250 ml Orangensaft, frisch gepresst

Zubereitung:

Ingwer oder Galgant schälen und in Scheiben schneiden. Mit dem Mineralwasser in einen Topf geben und zum Kochen bringen. 5 Minuten kochen lassen. Chilischote waschen und dazugeben. 1 Minute weiterkochen lassen. Chili¬schote und Ingwer oder Galgant entfernen und mit Orangensaft auffüllen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und servieren.

Weitere Tipps und Rezepte für die Entzündungshemmung und den Ausgleich für Ihren Körper erhalten Sie im Buch „Richtig Essen für die Faszien“

Stephan Müller

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