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Fitness in der Schweiz

Erstellt am: 24.04.2019 | Kategorie: Szene, Gesundheit, Fitness,
Fitness in der Schweiz

Fitness in der Schweiz

 
Im Herbst, von 12. bis 14. September dieses Jahres, werden wir beim PHYSIO & ­MEDICAL FITNESS-SUMMIT in Österreich – genau genommen Innsbruck, der Landeshauptstadt von Tirol – im wahrsten Sinne des Wortes angekommen sein. Dort treffen erstmals Betreiber gesundheitsorientierter Fitness­studios sowie von physiotherapeutischen Praxen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen, um gemeinsam mit der Industrie den optimalen Weg in die Zukunft ihrer Unternehmen zu besprechen bzw. zu erleben.

Vor diesem Hintergrund lohnt sich der Blick auch mal in die benachbarte Schweiz, wo der  „Blick“, eine Zeitung ähnlich der deutschen Bild, in den letzten Jahren immer wieder mit Schlagzeilen aufmacht wie  z.B. „Jugendliche verzichten wegen Sport auf Alkohol“ und dabei insbesondere auf Teenie-Cliquen hinweist, die sich zum „Training im aufgeräumten Studio treffen, statt wie noch vor einigen Jahren, in dunklen Billard-Bars.“ Insbesondere das Crossfit-Training hat es diesen Jugendlichen angetan. Solche Formen von Fitness boomen in der Schweiz, die klassischen Vereine haben stattdessen Nachwuchsprobleme. Ähnlich wie in Deutschland, findet man beim harten Crossfit-Training immer mehr Frauen.
Dabei gibt es in der Schweiz auch weibliche Sportasse, wie z.B. die Tennisspielerin Belinda Bencic, die erst im März 2019 die Weltnummer 1 – Naomi Osaka – geschlagen hat, die ein gnadenlos hartes Fitnesstraining mit ihrem Trainer durchführt. Kritisch steht der „Blick“ der Problematik der „Sportsucht“ gegenüber, also Menschen, die „kein Gramm Fett mehr auf den Hüften haben“. Über 20.000 „Süchtige“ hat der „Blick“ da im Blick. Der Schweizer Arzt Dr. Wegmann erklärt diese Sucht dort wie folgt: Die Suche nach dem Kick regt das limbische System an und schüttet Botenstoffe und Hormone aus. Das Glücksgefühl, das dadurch entsteht, kann in der Folge erst dann wieder entstehen, wenn immer größere Herausforderungen bewältigt werden. Als krankhaft oder Sucht wird dann die zwanghafte Ausübung von Sport bezeichnet, die das Denken und das Verhalten dominiert. Ohne den Sport kann man dann nicht mehr richtig funktionieren und hat Angst vor regelrechten Entzugssymptomen. Infolge wollen wir uns mit den konkreten Daten & Fakten auf dem Schweizer Fitnessmarkt beschäftigen, der momentan um ca. 4,6% p.a. wächst. Diese Daten wurden uns vom Schweizer Fitness- und Gesundheitscenter Verband (SFGV) zur Verfügung gestellt, dafür an dieser Stelle herzlichen Dank!
 
Volker Ebener

Auszüge aus dem Schweizer Branchenreport 2018 des SFGV 

Schon seit Jahren ist Fitness und Gesundheit in der Schweiz ein ebenso vielversprechender wie finanzkräftiger Markt. 2018 trainierten 10,7% der Bevölkerung, rund 900.000 Mitglieder, in Schweizer Fitnessanlagen, so dass im Vergleich zu den Vorjahren ein lang­samer aber stetiger Zuwachs festzustellen ist. Insgesamt wurde im letzten Jahr in der Schweizer Fitnessbranche ein Umsatz von 915.700.000 Franken (804.114.083 Euro) erwirtschaftet. Die durchschnittlichen Mitgliedsbeiträge beliefen sich auf 74,15 Franken (65,26 Euro) pro Monat und 890,- Franken (783,28 Euro) pro Jahr.  Auch die Investitionsbereitschaft der Anlagenbetreiber ist nach wie vor groß. Für das Jahr 2018 waren Investitionen in Höhe von über 30 Millionen Franken (26.344.242 Euro) zu verzeichnen. Bereits jetzt planen die 1.169 Fitnessunternehmen für das Jahr 2019 allein in den Bereichen Ausdauergeräte, Wellness und Vernetzte Trainingssoftware Investitionen von über 20 Millionen.
 
 
Altersmäßig liegt der durchschnittliche Trainierende in der Schweiz im Bereich des Mid Ager – einer Zielgruppe, die zugleich kaufkräftig aber auch qualitätsbewusst ist.  Mit dem Alter spezialisieren sich auch die Ziele und Wünsche der Kunden: 30,4% der befragten Studio­betreiber erkennen im gesundheitsorientierten Training einen der größten Trends und das größte Potential.
 
Die Befragung der SFGV ergab, dass die Beitragshöhe für die Mitglieder zumindest an dieser Stelle unbedeutend wird. Man kann also – trotz der auch in der Schweiz bestehenden  Tendenz der sinkenden Mitgliedsbeiträge bei erhöhter Gesamtzahl der Studios – festhalten, dass kompetente Mitarbeiter und ein breites Leistungsspektrum großes wirtschaftliches Potential bieten. 
 
Auch allgemein betrachtet entwickelt sich die Fitnessbranche in der Schweiz genau wie im restlichen deutschsprachigen Raum zum Markt für Gesundheitsexperten. Entsprechend früherer Befragungen in der Schweiz bieten viele Schweizer Clubs als Ausdruck einer hohen Kompetenz im Bereich Fitness und Gesundheit einen eigenen Physiotherapiebereich an. Die hierfür bereitgestellte Fläche beträgt bezogen auf alle 150 Unternehmungen aktuell 31 m². Betrachtet man die 54 Center mit einem entsprechenden Bereich, bedeutet das eine Durchschnittsfläche von 87 m².
 
Insgesamt wurden 140 Betreiber von gemischten Fitnessunternehmen nach der schwerpunktmäßigen Orientierung ihrer Unternehmung be­fragt, Mehrfachnennungen waren möglich. Im Schnitt verfügt jedes Center um knapp drei Positionierungsbereiche – Zielsegmente, die bei der Kaufentscheidung besonders wichtig sind. Seit Erhebung des Branchen­reports im Jahre 2011 hat sich bei der ­Ausrichtung gemischter Fitnessunter­nehmungen die Gesundheits- und Medizinorientierung in eine klare Spitzenstellung vorgearbeitet: Gegenüber 2015 (52,4 %) stieg der Wert auf den neuen Höchststand von 71,4 %. Entsprechend dieser Ausrichtung nehmen die Bereiche der Best Ager und Gesundheitsbewussten mit jeweils über 80 Prozent auch die ersten beiden Plätze bei der Frage nach zukünftigen Zielgruppen ein. 
 
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Schweizer Fitness- und Gesundheitscenter heute bereits ein flächendeckendes Angebot als Beratungsspezialisten für gesundheitswirksame Bewegung anbieten und dadurch großes Potenzial aufweisen. Es gibt auf diesem Markt keine anderen Anbieter, welche diese Art der Infrastruktur mit qualifizierten Mitarbeitenden zur Verfügung stellen könnten.
 
 
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