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Frauen wollen gemeinsam – Männer wollen Lösungen?!

Erstellt am: 08.10.2018 | Kategorie: Marketing & Sales,
Frauen wollen gemeinsam – Männer wollen Lösungen?!

Frauen und Männer denken und kommunizieren in vielen Fällen anders.

Kommunikationsverhalten verstehen, heißt erfolgreicher kommunizieren: von der Arbeit im Team bis zum Kundengespräch

Frauen wollen gemeinsam – Männer wollen Lösungen?!

Was die Kommunikation zwischen weiblichen und männlichen Teammitgliedern betrifft, können sich kleine Missverständnisse durchaus zu Problemen auswachsen. Der eine sagt etwas, der andere geht an die Decke und keiner hat mitbekommen warum. Wer die Unterschiede im Kommunikationsverhalten versteht, kann den Informationsfluss erleichtern und Hemmnisse vorwegnehmen.

Das gilt natürlich nicht nur für die Kommunikation im Team, sondern auch für Gespräche mit Kunden oder Interessenten!

Das folgende Beispiel aus der Praxis kennt sicher jeder – so oder so ähnlich:

• Ein Mann im Meeting: „Wir benötigen neue Matten im Kursraum.“

• Eine Frau antwortet: „Na toll, ich kann auch nicht an alles denken…“

Schon ist der Streit vorprogrammiert, oder? Weiter geht es wie folgt:

• Eine andere Frau steigt ein: „Echt? Ist mir aber auch nicht aufgefallen, und ich bin jeden Tag im Kursraum.“

• Der Mann wieder: „Ich habe nur ge­sagt, dass wir neue Matten benötigen. Ich bestelle die Morgen.“

Für den Mann wäre das Gespräch wahrscheinlich nun beendet und auch geklärt. Bei den Frauen ist unterschwellig zu spüren, dass sie die Aussage auch als Angriff sehen und in die Verteidigung gehen.

Die Frauen gemeinsam: „Lasst uns schnell hingehen und nachsehen, wie viele fehlen?“ Sie gehen aus dem Raum, um gemeinsam dieses „Problem“ zu lösen. Alle Männer im Raum sind ruhig und womöglich ein wenig fassungslos, da es sich für sie gar nicht um ein Problem handelt.

Das kommt Ihnen bekannt vor?

Dann sind Sie hier genau richtig. Sie haben erkannt, dass Kommunikation irgendwie nicht so sachlich und so einfach ist, wie man denken könnte.

Um es vereinfacht darzustellen: Wir kommunizieren von verschieden „Inseln“ aus. Diese Inseln sind irgendwie verbunden, aber nicht an allen ­Stellen und auch nicht mit den gleichen Ausgangspunkten.

Grundsätzlich geht man gerne davon aus:

Aussage – Aktion oder Reaktion: ­„Fertig“ ist die Kommunikation.

Leider sieht die Realität anders aus:

Aussage – Interpretation – Emotion ­– Aktion oder Reaktion… usw.

Körpersprache nicht vergessen!

Alles was wir im direkten Gespräch hören, geht zunächst über den Filter der Körpersprache! Wir achten immer auch auf die körperlichen Reaktionen unseres Gegenübers. Dadurch erkennen wir schneller, wie das Gesagte beim Gesprächspartner ankommt, und können so reagieren, bevor es zu Missverständnissen kommt.

Durch die Interpretationen, die jeder Mensch für sich selbst macht, kommt es fast zwangsläufig auch zu Fehlinterpretationen und damit zu Missverständnissen untereinander. Übrigens, auch zwischen Mann und Mann oder Frau und Frau - und natürlich in den Teams. Dies ist also nicht nur zwischen den Geschlechtern so, sondern allgemein zwischen Menschen.

Somit wird jede Kommunikation zu einem Glücksspiel oder dem Kampf zwischen den Inseln. Denn, falls es Sie beruhigt, es gibt kein „so machen es die Frauen“ und „so machen es die Männer“. Aber es gibt eher männliche oder eher weibliche Strukturen im Kommunikationsverhalten, die auffallen.

„Wieso verstehst Du mich immer falsch?” oder „Merken Sie denn nicht, was ich meine?” Jeder kennt diese Situation in einem Gespräch.

Woher das kommt?

Die unterschiedlichen Kommunikationsmuster von Männern und Frauen resultieren laut Wissenschaft zum einen aus der unterschiedlichen Genetik, zum anderen aus einer unterschiedliche Prägung und Erziehung. Es sind demnach Biologie und Sozialisation, die für die unterschiedlichen Herangehensweisen bei Gesprächen oder bei der allgemeinen Kommunikation verantwortlich sind. Man wird sozusagen in diese „Falle“ geboren und muss sich dann damit zurechtfinden.

Denn fast jeder kennt die Sprüche: „Ein Indianer weint nicht“ oder ähnliche Sätze, die man im Laufe des Erwachsenwerdens hört. Die Sozialisation geht ein Leben lang weiter und ist von Kultur zu Kultur unterschiedlich geprägt. Phänomenal, dass wir uns trotzdem verstehen und uns nicht IMMER streiten oder?

Business vs. Emotionen

Während bei Männern die Kommunikation im Business eher sach- und aufgabenbezogen ist, argumentieren Frauen auch hier gerne auf der persönlichen und emotionalen Ebene. Man kann dieses Phänomen auch mit zwei verwandten, aber verschiedenen Sprachen wie Deutsch und Schweizerdeutsch vergleichen. Die Sprachen ähneln sich, sind sogar geschrieben oft gleich, nur man versteht nicht immer alles bzw. manche Konstellationen und Bedeutungen sind komplett anders. Auch hier muss man Vieles neu lernen, um alles genau verstehen zu können.

So ähnlich verhält es sich zwischen Mann und Frau im Miteinander und in der Kommunikation. Wir erinnern uns: Die Insel der Männer ist tendenziell eher sachlich und lösungsorientiert, die Insel der Frau eher emotional und durch das Miteinander geprägt.

Viele Männer sind eher an knappen und präzisen Informationen interessiert, z.B.: Wo ist das Fleisch? Auf dem Grill! – Ende der Konversation.

Die meisten Frauen wiederum haben mehr Interesse an Beziehungen zueinander und dem Miteinander insgesamt. Sie achten eher darauf, dass das Gruppengefüge in Takt ist, Gefühle erkannt und wahrgenommen werden. Sie sind also mehr auf subtile und umfangreiche Informationen angewiesen.

Von der Höhle & der Horde zum Team

Wir sind heute aber eben nicht mehr in der Steinzeit unterwegs, sondern in Familien, Gruppen und Teams. Umso wichtiger ist es, die Kommunikation so anzupassen, dass man verstanden wird und „sich versteht“.

Dabei gilt für beide Geschlechter: runter von der eigenen Insel, rein ins kalte Wasser – frei nach dem Motto: Ich versuche die andere Insel zu entdecken und zu erkennen. Mut und Selbstverantwortung sind dabei von Nöten. Mut sich zu trauen, nachzufragen oder über seinen eigenen Schatten zu springen. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass man selbst für die Kommunikation bzw. ihren Erfolg auch selbst verantwortlich ist.

Natürlich kann man nicht alles vereinheitlichen! Der ein oder andere Mann zeigt ein eher weibliches Kommunikationsverhalten und ist vielleicht einfühlsamer als so manche Frau. Und die ein oder andere Frau ist eher direkt und unverblümt in ihrer Kommunikation. Aber viele werden sich selbst und/oder Personen aus Ihrem Team in den folgenden Beschreibungen wiedererkennen. Ein guter erster Schritt, denn bekanntlich ist Selbsterkenntnis der einfachste Weg zur besseren Kommunikation.

Eher „männliche“ Kommunikation:

Von klein auf lernen Männer Hie­rarchien, Regeln und Macht. Nahezu alle Jungs spielen gerne mit, wenn es um Gewinnen, oder um Gruppen gegen Gruppen geht. Sie lernen damit umzugehen, dass man verliert oder gewinnt und auch, dass Schwäche zeigen oft zum Verlieren führen kann.

Das bedeutet für die Kommunikation mit Männern:

• Männer möchten sich gerne beweisen. Sie möchten Mitbestimmen und Einfluss nehmen.

• Männer versuchen, sich zu profilieren und ihre Position zu festigen oder auszubauen.

• Männer kommunizieren gerne auf­gaben- und sachbezogen, um schneller an Informationen zu kommen oder diese weiterzugeben..

• Männer sprechen im beruflichen Kontext ungern über Gefühle oder emotionale Themen.

Eher „weibliche“ Kommunikation:

Viele Mädchen spielen eher Spiele, bei denen es um das Miteinander geht. Das betrifft keineswegs nur das klassische Nachspielen von „Mutter-Vater-Kind“ oder das Spielen mit Puppen. Auch bei vielen anderen Interaktionen zwischen Mädchen geht es weniger darum zu verlieren oder zu gewinnen, sondern um soziale Bindungen. Sie spielen eher, um dabei zu sein als um zu siegen.

Das bedeutet für die Kommunikation mit Frauen:

• Frauen benötigen die persönliche Ebene, um sich auf die Gespräche einzulassen, da sie Nähe herstellen möchten.

• Frauen kommunizieren in Erlebnis- und Erfahrungsberichten, um Bilder beim Anderen zu erzeugen.

• Frauen fühlen sich im Business dann wohl, wenn alle Gesprächspartner aufeinander eingestellt sind.

• Frauen möchten Ziele erreichen, ohne dabei ihre Macht demonstrieren zu müssen.

Kommunikation schrittweise verbessern

Erfahrungsgemäß kann es selbst bei kurzen Aussagen zu einem Streit kommen, dann nämlich, wenn sich jemand kritisiert fühlt und sich rechtfertigen oder sich verteidigen möchte.

Das könnte sie tun, um die Kommunikation zwischen den Geschlechtern zu verbessern:

• Achten Sie darauf, mit wem Sie sprechen und passen Sie Ihre Kommunikation an.

• Achten Sie auf das Thema, um das es geht, und wägen Sie Emotion und Sachlichkeit ab.

• Achten Sie darauf WAS sie sagen und WIE es ankommt.

• Wiederholen Sie was Sie gesagt haben noch mal, falls Sie merken, es kam falsch an.

• Erklären Sie, was Sie meinen, ohne dass Sie sich rechtfertigen.

• Achten Sie auch auf Ihre eigenen Emotionen und Reaktionen.

• Versuchen Sie, die „anderen Insel“ zu verstehen!

Lernen Sie andere Inselsprachen kennen

Es gibt keine Regeln, wie man was zu machen hat, um das zu erreichen, was man plant. Nur eins kann man steuern: Seine eigene Wahrnehmung und Einschätzung. Vielleicht helfen Ihnen diese Informationen ein wenig, besser zu verstehen, weshalb es zu Missverständnissen, Problemen und Streit in Teams kommen kann. Nimmt man seine eigene „Inselsprache“ nicht ganz so wichtig und geht auf die anderen „Sprachen“ ein, wird es einfacher, den Anderen zu verstehen und erfolgreich zu kommunizieren.

Es gibt unzählige lustige Beträge, die dieses Problem aufzeigen. Nehmen Sie sich die Zeit und schauen Sie sich z.B. auf Youtube „Das Ei ist hart“ von Loriot an. Sie werden die „Inseln“ sofort erkennen.

Und machen sie bei der Kommunikation mit Anderen Ihre Wertschätzung sichtbar. Über Ihre Sprache UND durch Ihre Körpersprache. Damit verschaffen Sie sich eine gute Grundlage, um die Kommunikation in Ihrem Team noch weiter zu verbessern. Natürlich können diese Hinweise auch für die Kommunikation mit Interessenten und Kunden übertragen werden, denn auch hier hat man es in der Regel sowohl mit Männern als auch Frauen zu tun.

Kirsten Dehmer

Bildquellen: ©Wayhome Studio - fotolia.com, ©biker3 - fotolia.com

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