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Für den Ernstfall gewappnet

Erstellt am: 06.03.2018 | Kategorie: BVGSD, Gesundheit, Szene,
Für den Ernstfall gewappnet

Ein Herzinfarkt oder Ähnliches kann auch beim Sport in einem Fitnessstudio passieren. Doch in vielen Föllen können Defibrillatoren Leben retten. Sind Sie bzw. Ihre Mitarbeiter gut auf solche Situationen vorbereitet? Wir erläutern die vier Schritte der sogenannten Rettungskette.

Jedes Jahr erliegen in Deutschland mehrere hundert Menschen beim Sport einem plötzlichen Herztod. Fast immer ist dabei Kammerflimmern oder eine andere so genannte schnelle Herzrhythmusstörung schuld. Der Herzmuskel zieht sich dann nicht mehr synchron zusammen. Der Blutkreislauf bricht zusammen. Das Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt, woraufhin es innerhalb kürzester Zeit zur Bewusst­losigkeit kommt und ohne geeignete Gegenmaßnahmen rasch der Tod eintritt.

Qualitätskriterium des BVGSD

Halten wir uns doch sinnvoll an die von dem BVGSD (Bundesverband Gesundheitsstudios Deutschland e.V.) vorgegebenen Qualitätskriterien, die als Grundlage einer Zertifizierung als „Prae-Zert Studio“ dienen. Dort findet sich als sechster Punkt: das Notfall­manage­ment: Aktuelle Erste-Hilfe-Kompetenz, Nachweis über Notfallkette.

Die Rettungskette

Als Konzept zur Behandlung des Herz-Kreislauf-Stillstandes wurde durch die American Heart Association die sogenannte Überlebenskette („Chain of Survival“) definiert, die im Wesentlichen aus vier Gliedern besteht.

1) An erster Stelle stehen das frühe Erkennen der Notfallsituation und die sofortige Alarmierung des Rettungsdienstes über die Notrufnummer 112 (oder der jeweils aktuellen Notrufnummer).

2) Das zweite Glied beinhaltet den möglichst frühzeitigen Beginn der Basismaßnahmen der Cardiopulmonalen Reanimation. Dabei sollte der Anwesende/Notfallzeuge die Maßnahmen der Beatmung und insbesondere der Thorax-Kompression solange durchführen, bis ein Defibrillator zur Verfügung steht oder der Rettungsdienst vor Ort eintrifft.

Diese Basismaßnahmen der CRP können das Zeitfenster für eine erfolgreich durchzuführende Defibrillation vergrößern.

3) Das dritte Glied beinhaltet die möglichst frühzeitige Rhythmusanalyse und ggf. Indikationsstellung und Durchführung der Defibrillation durch einen qualifizierten Helfer vor Ort oder durch den herbeigerufenen Rettungsdienst.

Frühzeitig bedeutet innerhalb von maximal drei Minuten haben die Reanimationsabläufe zu greifen: Herzdruckmassage, Beatmung und erst dann die Defibrillation nach ca. zwei Minuten.

Achtung: Punkt 3 wird Punkt 2 vorgezogen, wenn das Infarktereignis plötzlich, un­er­wartet und unmittelbar miterlebt wird.

4) Das vierte Glied besteht schließlich aus den, meist durch den Notarzt ergriffenen, erweiterten Maßnahmen wie z.B. Medikamentengaben oder weiterer interventioneller Therapie in der präklinischen sowie frühklinischen Phase.

Heinz Dahlhoff

Langjähriger Internist und Experte für Defibrillationstechnik

Titelbild: Fotolia

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