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„Ich stand immer auf der Seite der gesamten Branche!“

Erstellt am: 15.12.2015 | Kategorie: Szene,
„Ich stand immer auf der Seite der gesamten Branche!“

F&G-Insider-Interview mit Hans Muench.

Der Europadirektor der IHRSA verlässt den Verband nach über acht Jahren. In einem Interview mit F&G gibt er Einblicke in internationale Entwicklungen sowie Trends in Europa und lässt seinen Werdegang und seine Arbeit bei der IHRSA Revue passieren.

F&G: Lieber Hans, wie hat die IHRSA, International Health, Racquet & Sportsclub Association, Deinen beruflichen Werdegang beeinflusst?
Hans Muench: Die IHRSA und die Kontakte zu führenden Clubs und Unternehmen haben mich in meiner Laufbahn wesentlich geprägt. Ich war immer auf dem Laufenden über die „Best Practices“ in der Welt und konnte viel Gutes weitergeben.

F&G: Im Laufe Deiner Karriere hast Du neben Deinen Tätigkeiten bei der IHRSA in Boston und in Europa sowohl Positionen bei Clubs – bei Einzelanlagen, wie die Oase in Bochum, und bei Ketten, wie Fit-Plus oder Elixia – sowie auch bei Geräteherstellern – Life Fitness und Nautilus/Schwinn/StairMaster bis hin zur Softwarefirma Hector ge­arbeitet. Welche Seite ist Dir rückblickend lieber?

Hans Muench: Ich stand – und stehe – gerne auf der Seite der gesamten Branche. Ich habe immer partnerschaftliche, Win-Win-Lösungen gesucht. Die Mischung hat mir ermöglicht, Dinge und Situationen von mehreren Perspektiven aus zu betrachten.

F&G: Du bist Kanadier mit deutschem Pass, der jetzt in der Schweiz wohnt und bist darüber hinaus noch sehr viel in der Welt unterwegs.

Kannst Du ein paar Beispiele aus Ländern nennen, die für Clubs im deutschsprachigen Raum inspirierend wä­ren?

Hans Muench: Portugal hat einige sehr innovative Impulsgeber, z.B. den Shooting Star Fitness Hut, den Franchise-Geber VivaFit und den Unternehmensberater Fitness Tribe.

In Finnland gibt es auch mehrere gute Firmen, Konzepte und Clubs die sehenswert sind.

F&G: Siehst Du auf der Welt Trends, die bei uns noch nicht angekommen sind, die Du aber in den ­nächsten drei bis fünf Jahren hier erwartest?

Hans Muench: Aktuell stehen die sinnvolle Nutzung von Technologie, die Optimierung von neuen Werkzeugen zur Kundengewinnung und die Kommunikation mit der Community im Vordergrund.

Auch die Säule mentale Fitness bzw. kognitive Fähigkeiten, die in Deutschland bisher noch selten integriert ist, wird stärker mit ein­bezogen werden; ebenso wird Ernährung noch wichtiger werden. Auch die selbstverständliche Mainstream-Nutzung von Personal Training in all seinen Facetten ist ein Zukunftsbereich.

F&G: Du warst schon 1972 Mitglied in einem Club, The Fitness Institute in Toronto. Gab es damals Sachen oder Umstände, die besser waren als heute?

Hans Muench: In der Tat denke ich manchmal, dass die Betreuung damals in den Fitnessstudios besser war als heute. Fitness-Testings mit Re-Checks wurden alle drei Monate gemacht. Das Training wurde ständig überwacht und auch korrigiert und das Fitnesstraining hatte damals ein sehr gutes Image.

Über Tennis bin ich zu Fitness – und The Fitness Institute – gekommen. Meine ersten guten Erfahrungen dort haben meinen Erfolg und meine Entscheidung geprägt. Diese Erfahrungen haben dazu geführt, dass ich mich nach meinem MBA in International Business der Fit­ness- & Gesundheitsbranche gewidmet habe.

F&G: Kannst Du uns Beispiele inter­national oder auch weltweit erfolgreicher Clubkonzepte nennen, die deutsche Clubs übernehmen ­könnten?

Hans Muench: Virgin Active, ist sehr erfolgreich in UK, Südafrika, Asien und Australien und hat tolle Anlagen und Konzepte. Nuffields aus UK und Stamina aus Norwegen haben mit ihrer Krankenhausanbindung zukunftsträchtige Ansätze in der Betreuung ihrer Kunden „von der Wiege bis ins Grab“.

F&G: Gibt es Grundsätze oder Philosophien von Managern, Unternehmern oder auch Clubinhabern, die im Bereich Mitarbeiterführung für Dich beispielhaft sind?

Hans Muench: SATS in Skandinavien, mit 145 Clubs, ist hervorragend geführt. Ihr Mission-Vision-Werte-Statement ist beispielhaft. Darin steht z.B., dass sie bekannt – das sind sie auch – und ein toller Arbeitgeber sein wollen. Inzwischen ist SATS in Schweden mehrfach als „Great place to work“ ausgezeichnet worden, auch über die Fitness­branche hinaus.

Rasmus Ingerslev, CEO von Wexer Virtual in Dänemark, sprach von „feed or starve“, also füttern oder aushungern als Philosophie für Führungskräfte.

F&G: Mentoring ist ein wichtiges Thema für Dich. Du hast in Deiner Laufbahn einige starke Persönlichkeiten als Mentoren gehabt und selbst auch anderen Personen in­spiriert und ihnen geholfen. Kannst Du näher darauf eingehen?

Hans Muench: John McCarthy, der erste Executive Director der IHRSA, war eindeutig mein wichtigster Impulsgeber: Leading by Example, Demut und Wissbegierigkeit waren einige seine Tugenden Winfried Horstenkamp, Inhaber der Oase in Bochum, hat mir viel mit auf dem Weg gegeben, als ich in der Zeit von 1984-87 mit ihm meine Kreativität ausüben dürfte.

Die Disziplin in der Anfangszeit, das war 1987-93, bei Life Fitness’ Geschäftsführer Peter Davies war eine gute Lektion für mich.
Und in den letzten zwei Jahren waren Rasmus Ingerslew und Trend-Spotter Magnus Lindkvist (Schweden) wichtige Impulsgeber.

F&G: Du warst zuletzt über acht Jahre Europadirektor der IHRSA, die knapp 10.000 Mitglieder in 75 Länder hat. Dein erster Kontakt zur IHRSA geht zurück ins Jahr 1982 als Du in Hong Kong in diversen Tennisanlagen tätig warst. Wirst Du die IHRSA vermissen wenn Du ab März 2016 einen neuen Weg einschlägst?

Hans Muench: Die IHRSA wird in meinem Herzen bleiben. Manche sagen, diese Tätigkeit liegt in meinem Blut, in meiner DNA. In Zukunft werde ich aber noch auf verschiedenen Ebenen mit dem ­Verband in Verbindung bleiben.

Auch während ich im Februar 2016 eine Auszeit in Australien nehme, werde ich Branchenkollegen in Brisbane, Sydney und Melbourne besuchen, die ich durch die IHRSA ­kennengelernt habe.

F&G: Vielen Dank für das sehr interessante Gespräch und alles Gute für eine erfolgreiche Zukunft.

„Ich stand immer auf der Seite der gesamten Branche!“ „Ich stand immer auf der Seite der gesamten Branche!“ „Ich stand immer auf der Seite der gesamten Branche!“

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