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Klare Ziele statt vager Vorsätze

Erstellt am: 10.12.2018 | Kategorie: Self-Management, Gesundheit,
Klare Ziele statt  vager Vorsätze

Jeder Mensch hat Ziele im Leben, doch nicht allen gelingt es diese auch tatsächlich zu verwirklichen. Prof. Dr. Lothar Seiwert vermittelt wertvolle Tipps und Techniken, die dabei helfen, die eigenen Träume nicht endlos vor sich herzuschieben.

Fast jeder fasst für das neue Jahr gute Vorsätze, die das Leben verbessern, verschönern oder gesünder machen sollen. „Mehr Zeit mit der Familie verbringen“, „Endlich Sport treiben“, „Sich mehr Zeit für sich selbst nehmen“, „Einen lang gehegten Traum verwirklichen“, das sind nur einige von vielen Gedanken, die uns in der Zeit am Jahresende umtreiben. Doch nach einigen Wochen oder sogar Tagen sind diese Vorsätze längst vergessen, der Alltag kehrt wieder ein und wir tun uns schwer, den inneren Schweinehund zu überwinden. Das gilt auch für den Vorsatz, sich mehr zu bewegen und regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen. Gute Vorsätze für das neue Jahr sind eigentlich nichts anderes als ein Alibi. Wir beruhigen unser Gewissen und sagen uns selbst, dass im nächsten Jahr alles besser werden wird – aber wir glauben nicht wirklich an die Umsetzung. Würden wir das tun, wären diese Vorsätze uns so wichtig, dass wir daraus handfeste Ziele formulieren. Die Vor-Sätze, die am Jahresende verkündet werden, sind oft zu schwammig, um sie wirklich zu erreichen.

Ein Beispiel für ein handfestes Ziel könnte zum Beispiel lauten: „Ich werde bis zum 30. April 2019 mindestens fünf Kilo abnehmen“, oder „Ich werde ab heute mindestens dreimal in der Woche abends eine Stunde lang mit meinen Kindern spielen“. Wenn wir unsere Ziele genau definieren und vor allem terminieren, fällt es uns leichter, uns selbst bei der Erreichung zu überprüfen. Außerdem kann man das neue Jahr unter ein besonderes Motto stellen, beispielsweise das „Jahr der Gesundheit“, um seinen Zielen mehr Ausdruck zu verleihen.

Die alt bewährte Salami-Taktik

Erfolgreiche Menschen zerlegen große Ziele in kleine Zielchen. Das ist absolut nichts Neues, sondern hat sich schon lange bewährt. Der letzte große Universalwissenschaftler René Descartes entwickelte bereits 1637 ein Konzept für erfolgreiches Planen, das später als Salamitaktik bekannt wurde: Alles, was man sich vornimmt, gliedert man in mundgerechte Happen auf. Diese werden nach Bedeutung und Dringlichkeit sortiert und nacheinander abgearbeitet. Schließlich vergleicht man seine Zielvorgabe mit dem tatsächlich realisierten Ergebnis. Das funktioniert im Beruf ebenso wie im Privatleben.

Eigentlich ganz einfach – oder? Belohne dich für große oder auch kleine Etappenziele. Das motiviert, bis zum Schluss dranzubleiben! Die seefahrenden Völker wissen, was klare Ziele wert sind. "Weiß man nicht, welchen Hafen man anlaufen will, ist kein Wind günstig", sagte der Römer Seneca. Vielleicht hatten sie eine Vision oder das Wollen und Erreichen in den Genen... Aber egal wie, die meisten haben klein angefangen. Mit „Zielchen“. Wer merkt, dass er sich in kleinen Dingen auf sich selbst verlassen kann, wird auch größere Sachen in Angriff nehmen. Welche Projekte haben dich in deinem Leben zum Erfolg gebracht? Diplomarbeit geschrieben, Kind erzogen, einen Marathon gelaufen? Im Verein eine Jugendmannschaft aufgebaut? Eine Familie versorgt? Wir vergessen so leicht, was wir erreicht haben, wenn uns genügend Zeit gelassen wurde. Gut, wenn du dir das hin und wieder einmal in Erinnerung rufst.

SMART ans Ziel

Für eine klare Zieldefinition ist die bekannte SMART-Formel eine gute Hilfe: Ein Ziel muss „Spezifisch“, „Messbar“, „Aktionsorientiert“, „Realistisch“ und „Terminierbar“ sein. Mit dieser Eselsbrücke kann man die eigenen Vorsätze auf Umsetzbarkeit überprüfen und sich nur das vornehmen, was auch wirklich erreichbar ist. Denn nur mit klaren statt vagen Zielen kann das neue Jahr wirklich besser, schöner und gesünder werden.

Die SMART-Formel

S = Spezifisch
Formuliere jedes deiner Ziele möglichst konkret, ansonsten bleibt es nichts als ein vager Wunsch. Statt sich vorzunehmen, Karriere zu machen, sollte man genau aufschreiben, welche Anstrengungen und Mühen man dafür auf sich nehmen wird. Dadurch bist du von Vornherein gezwungen, dir alle notwendigen Informationen zu verschaffen, die für einen Karrieresprung wichtig sind.

M = Messbar
Achte darauf, dass deine Ziele messbar sind. Nimm dir nicht vor, irgendetwas, irgendwann und irgendwie zu tun. Sage dir nicht, dass du mehr Zeit mit der Familie verbringen willst. Lege genau fest, wie viel Zeit du deinen Lieben widmen willst. Nur so kannst du später auch feststellen, ob du dein Ziel erreicht hast oder ob und wo du noch nachbessern musst.

A = Aktionsorientiert
Formuliere deine Ziele so, dass sie dich dazu motivieren, den wohl formulierten Worten auch Taten folgen zu lassen. Und konzentriere dich nicht auf das, was du nicht tun willst. Achte darauf, positive Formulierungen zu verwenden. Nimm dir nicht vor, weniger zu arbeiten. Beschließe lieber, dir jeden Tag eine Stunde nur für dich zu gönnen.

R = Realistisch
Setze dir nur realistische Ziele – Ziele, die du auch tatsächlich verwirklichen kannst. Aber ein bisschen Ehrgeiz sollte schon sein. Sonst sind deine Ziele keine echte Herausforderung. Ziele sollten ehrgeizig, aber machbar sein. Zugegeben, ein schmaler Grat, der mit etwas Erfahrung aber durchaus begehbar ist. Übrigens: Unterforderung ist mindestens ebenso demotivierend wie Überforderung. Deine Ziele müssen realistisch sein.

T = Terminiert
Schiebe deine Ziele nicht auf die lange Bank. Nimm dir nicht vor, irgendwann einmal drei Kilo abzunehmen. Setz dir einen festen Termin, bis wann du drei Kilo leichter bist. Gib deinen Zielen einen konkreten Termin. Leg dir fest, bis wann du ein Etappenziel und schließlich das Gesamtziel erreicht haben willst. Nur so kannst du prüfen, ob du auch wirklich Fortschritte machst. Nichts motiviert schließlich mehr als nachweisbare Erfolge: das erste Kilo weniger, die ersten Spanisch-Vokabeln im VHS-Kurs...
Die Fortsetzung dieses Artikels finden Sie in der nächsten Ausgabe der F&G (1/2019).

Über den Autor

Prof. Dr. Lothar Seiwert, Certified Speaking Professional (CSP) und Global Speaking Fellow (GSF), ist seit über
30 Jahren Europas führender Experte für Zeit- und Lebensmanagement.Millionen Menschen weltweit habe ihn in seinen Vorträgen erlebt und sinddurch seine Bestseller dazu inspiriertworden, sich auf das Wesentliche zu fokussieren.
www.Lothar-Seiwert.de

Das Buch zum Thema

Lothar Seiwert – Start Your Bullet Journal.
Der neue Lebensplaner für deine Wünsche, Träume und Ziele.
3. Aufl. München: Knaur-Balance, 2018
ISBN 978-3-426-67563-2 · € [D] 14,99

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