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Kooperation statt Konfrontation

Erstellt am: 01.05.2016 | Kategorie: Szene, BVGSD,
Kooperation statt Konfrontation

Geo Heß mit den Deutschen Meisterinnen im Vierer Einradfahren des VfH Worms

Schon unter dem damaligen Namen „Black & White“ suchte BVGSD-Mitglied Geo Heß, Geschäftsführer und Inhaber des heutigen INJOY Worms, nach Möglichkeiten, wie ein gedeihlicher Umgang mit den Wormser Sportvereinen umzusetzen sei. Heß erläuterte dem Leiter der BVGSD-Geschäftsstelle Marcus Willems, wie aus der einstigen Idee Schritt für Schritt ein wirkungsvolles Erfolgsmodell mit über 1.200 neuen Mitgliedern aus Sportvereinen wurde.

 

BVGSD: Herr Heß, bitte beschreiben Sie Ihr heutiges Verhältnis zu den Sportvereinen im Umfeld Ihres Studios.

Geo Heß: Unser Verhältnis ist hervorragend. Viele Leistungsträger der Vereine trainieren ohnehin bei mir; man kann wirklich von einem partnerschaftlichen Nebeneinander sprechen.

BVGSD: Dieses Bild passt aber gar nicht zu dem bundesweiten Trend. An vielen Brennpunkten errichten doch immer mehr Vereine zur Selbsterhaltung eigene Sportvereinszentren und ziehen damit den berechtigten Ärger benachbarter gewerblicher Studiobetreiber auf sich. Vollziehen sich bei Ihnen keine vergleichbaren Grabenkämpfe?

Geo Heß:  Nein, überhaupt keine. Im Gegenteil.

BVGSD: Erzählen Sie uns von Ihrem partnerschaftlichen Umgang mit den Vereinen.

Geo Heß:  Die Grundlage wurde bei mir im Studio gelegt. Denn aufgrund eines guten Drahtes zu Entscheidern des Stadtsportverbands Worms, die bei mir trainieren, erhielt ich von diesen im Jahr 2008 eine Einladung zu einer der folgenden Verbandssitzungen. In diesem Rahmen ergriff ich dann die Initiative und bot jedem Sportverein fünf Jahresmitgliedschaften – zum Nulltarif. Diese sollten zur Talentförderung den Leistungsträgern der Vereine zugutekommen.

BVGSD: Was motivierte Sie zu diesem Schritt?

Geo Heß: Hierfür gab es mehrere Gründe. Zum einen spricht es sich rum, wenn alle Spitzensportler der Vereine in einem Qualitätsstudio trainieren. Hinzu kam, dass viele Vereinsanlagen nur dürftige Möglichkeiten des gerätegestützten Trainings anboten. Last but not least wollte ich aber außerdem frühzeitig die Weichen in die richtige Richtung stellen, damit sich der von Ihnen angesprochene Bundestrend nicht auch in Worms durchsetzt.

BVGSD: Wie wurde Ihr Angebot von den Vereinen angenommen?

Geo Heß: Nach der Sitzung des Stadtsportverbandes informierte dieser alle Vereine. Und es dauerte nicht lange, da kamen schon die ersten Anfragen. Vom Prozedere her muss, und die Regelung gilt ja bis heute, der kooperierende Verein beziehungsweise der Trainer seine Sportler jedes Jahr als Leistungsträger gegenüber dem Stadtsportverband definieren. Nach Weiterleitung einer offiziellen Bestätigung durch den Verband an uns erfolgt dann die Freischaltung bis zum 31.12. des laufenden Jahres. Zum Jahresende melden die Vereine dem Stadtsportverband wiederum bis zu fünf Leistungsträger für das Folgejahr und so weiter. Die kostenfreie Mitgliedschaft ist somit zugleich auch Motivation für die jungen Sportlerinnen und Sportler, eine Art Dankeschön für die im Verein erbrachten Spitzenleistungen.

BVGSD: Wie viele Leistungsträger trainieren heute jährlich über dieses Freiabo in Ihrem Studio?

Das Injoy in Worms

Geo Heß: Mittlerweile haben sich 35 Vereine unserer Kooperation mit dem Stadtsportverband angeschlossen. Von diesen trainieren 75 Leistungsträger kostenfrei bei uns. Aber nicht alle Vereine nehmen auch die Gratismitgliedschaften in Anspruch – dafür aber unsere Sonderkonditionen für Vereinsmitglieder.

BVGSD: Vergünstigungen für jedes Mitglied im angeschlossenen Verein? Wie sehen diese konkret aus?

Geo Heß: Ja, genau. Die Freimitgliedschaft für ausgewählte Spitzensportler war der Fuß in der Tür bei den Vereinen. Auf dieser Grundlage folgte 2014 der nächste Schritt. Im Rahmen eines Besuchs beim neuen Wormser Sportdezernenten sprach ich nicht nur über die von den Vereinen ge­nutzten kostenfreien Mitgliedschaften, sondern erstmals auch von meiner Vision: ein Leistungszentrum für funktionelles und angeleitetes Muskeltraining für alle Mitglieder der Wormser Sportvereine aufzubauen.

Die Idee fand beim Sportdezernenten einen so guten Anklang, dass dieser im März 2014 eine Sitzung in meinem INJOY Studio Worms einberief, bei der alle Entscheider der Vereine zugegen waren. Dort berichtete ich nochmals von meiner Vision und bot allen Mitgliedern der kooperierenden Vereine, quasi in Ergänzung zu den Gratismitgliedschaften für Leistungssportler, einen exklusiven Sondertarif (Nachlass auf den regulären Mitgliedsbeitrag in Höhe von 20 bis 30 Euro). Einzige Voraussetzung hierfür war der Nachweis der Vereinsmitgliedschaft des Trainierenden sowie die gegenseitige Verlinkung auf den Websites des Vereins und meines Studios.

BVGSD: Inwiefern wirkte sich der zweistufige Schulterschluss zu den Vereinen betriebswirtschaftlich aus?

Geo Heß: Neben dem Bereich Firmenfitness hat sich die Sportförderung in Kooperation mit den Vereinen zu einer der wichtigsten Säulen in meinem Studio ent­wickelt. Über 1.200 Vereinsmitglieder nehmen bereits die Rabattierung in Anspruch und nutzen unsere vielseitigen ­Trai­ningsmaschinen wie auch das ­breitgefächerte Kursangebot zur Erhaltung ihrer Kör­per­fitness.

Bei manchen Vereinen machte sich anfangs zwar die Sorge um den Verlust an Vereinsmitgliedern breit. Heute er­schließt sich ihnen jedoch mittlerweile der Vorteil dieser Partnerschaft, da die Sonderkonditionen ja an den Nachweis einer Mitgliedschaft in einem Partnerverein gebunden sind, der vorab zu erbringen ist. Man sollte daher vielmehr von einer beiderseitigen Be­fruchtung sprechen, denn manche Partnervereine erfreuen sich seit Einführung des reduzierten Studiobeitrags eines rasanten Anstiegs an Vereinsmitgliedern. Eine Rechnung also, die für beide Seiten aufgeht.

Und was das Thema Vereins-Fitness anbetrifft, haben wir derartigen Absichten in unserer Region zur richtigen Zeit den Wind aus den Segeln genommen. Die Vereine wie auch mein Studio profitieren von der Zusammenarbeit und stärken sich so nur gegenseitig. Außerdem existieren in Worms auch noch vier Discounter mit monatlichen Preisen in Höhe von 9,90 bis 17,90 Euro. In dieser Gesamtkonstellation hat kein Verein Interesse ein Vereins-Studio zu eröffnen.

BVGSD: Wie wurde und wird die Kooperation in den Medien aufgenommen?

Geo Heß: Überhaupt gar nicht. Das mag auch daran liegen, dass ich partout keine Anzeigen schalte, weil ich diese Art Werbung für völlig veraltet halte und sie extrem kostspielig ist, wenn man damit etwas erreichen will. Wir werden also von den Medien weder in die Feder noch in den Mund genommen. Stattdessen klappern für uns die Firmen und die Vereine, und wir klappern für sie. Die Hauptwerbeträger von INJOY Worms sind und bleiben unsere Mitglieder – zufriedene Kunden.

BVGSD: Wie ist der heutige Status der Kooperationen?

Geo Heß: Hervorragend. Keiner beschwert sich über uns, denn wir geben ja nur. Das Verhältnis zu den Vereinen wie auch zum Stadtsportverband ist top, schon seit 2008 und verstärkt seit 2014. Das Modell spricht sich natürlich über Mundpropaganda auch bei Vereinen rum, die noch nicht mit uns kooperieren. Der 36. Verein hat gerade vor ein paar Tagen sein Interesse bekundet. Eine so große Anzahl an Sportvereinen schließt mittlerweile natürlich auch das gesamte Wormser Umland mit ein. Inzwischen haben wir die ganze Region erschlossen.

BVGSD: Gab es Vereine, mit denen eine Kooperation nicht möglich war und aus welchen Gründen?

Geo Heß: Natürlich Nein – warum auch. Sie haben ja keinen Nachteil.

BVGSD:  Herzlichen Dank für das Gespräch.

www.bvgsd.de

Injoy Worms


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