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Vom Trainer zum Autoren

Erstellt am: 27.12.2017 | Kategorie: Szene, Fitness,
Vom Trainer zum Autoren

Marcel Doll und Katharina Brinkmann

F&G-Interview mit dem Trainer- und Autorenduo Marcel Doll und Katharina Brinkmann

Vom Trainer zum Autoren

Wie wird man als Trainer Fachbuchautor? Viele Trainer und Personal Trainer verfügen ein enormes Fachwissen sowie die pädagogisch-didaktische Kompetenz, dieses auch motivierend an ihre Kunden weiter­zugeben. Warum nicht diese Kompetenzen in Form eines Buches veröffentlichen, wenn die Gelegenheit sich bietet? Wir haben bei Katharina Brinkmann und ­Marcel Doll – beide arbeiten als Personal Trainer und schreiben für F&G – nach­gefragt, wie sie zu erfolgreichen Buchautoren geworden sind.

F&G: Liebe Katharina, lieber Marcel, die meisten Leser werden euch schon kennen, da ihr auch für uns bereits als Fachautoren geschrieben habt. Wem eure Namen noch nichts sagen: In welchen Bereichen seid ihr als Trainer aktiv?

Marcel Doll: In meiner täglichen Ar­beit als Personal Trainer liegt mein Arbeitsschwerpunkt auf dem funktionellen – hier insbesondere auf dem Schlingentraining – und dem medizinischen Training. Als ausgebildeter Yogalehrer liebe ich es einen modernen, körperbetonten Yoga-Stil zu unterrichten.

Katharina Brinkmann: Mein Schwerpunkt liegt in meiner täglichen Arbeit vor allem auf den Yoga und Mobility-Kursen. Ich habe mich in den letzten Jahren vor allem im Bereich Faszientraining spezialisiert und liebe es verschiedene Movement-Stile miteinander zu kombinieren. Ich arbeite auch im Personal Training Bereich, sowie als Referentin und Markenbotschafterin.

F&G: Woher kam der Impuls, Autor bzw. Autorin zu werden? War es schon immer ein Ziel für euch, ein eigenes Buch zu veröffentlichen?

Katharina Brinkmann: Ich habe schon immer eine Affinität zu Büchern und habe sogar mal ein Praktikum im Buchhandel gemacht. Dass ich selbst mal ein Buch schreiben würde, wäre mir aber damals nie in den Sinn gekommen. Im Zuge dessen, dass ich mich mit dem Thema Faszien und Yoga im Rahmen meiner Master-Thesis intensiv auseinandergesetzt habe, kam die Idee zu dem Buch.

Marcel Doll: Meine Bachelor-Thesis hatte das Schlingentraining zum Thema. Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch keinerlei Literatur dazu. Da man sich in Form einer Abschlussarbeit doch recht intensiv in ein Thema einarbeitet, lag es für mich anschließend Nahe, mein erworbenes Wissen in Form eines Buches für den Endverbraucher zusammen zu fassen.

F&G: Marcel, du hast bereits 2014 dein erstes Buch veröffentlicht. Wie kam damals der Kontakt zum Verlag zustande? War deine Spezia­lisierung ein Vorteil?

Marcel Doll: Zu Beginn hatte ich tatsächlich vor, das Buch im Eigenverlag erscheinen zu lassen. Durch einen glücklichen Zufall entstand jedoch der Kontakt zum riva-Verlag, der letztendlich Interesse an meinem Buch hatte. Meine Spezialisierung auf das Thema Schlingentraining war sicherlich von Vorteil. Der richtige Zeitpunkt war vermutlich aber noch entscheidender. Das Thema Schlingentraining kam damals erst so richtig auf. In diesem Fall hatte ich den richtigen Riecher, dass der Markt dann letztendlich auch nach einem Übungsbuch fragen wird.

F&G: Katharina, wie wurde der Verlag auf dich aufmerksam?

Katharina Brinkmann: Durch Marcel´s Buch „Das ultimative Schlingentraining“ bestand bereits der Kontakt. Da die Thematik Faszien und Yoga damals einen extremen Boom erfuhr, lag es auf der Hand meine Master-Thesis in Buchform zu bringen.

F&G: Wie groß war dein Respekt vor dem ersten Buchprojekt? Hattest du auch Sorgen?

Katharina Brinkmann: Ja, meine Master-Thesis war eine rein wissenschaftliche Arbeit und für den Laien als Leser eher schwer und trocken zu lesen. Die Herausforderung ist es, ein komplexes Thema so herunter zu brechen, dass es für Jedermann verständlich ist. Es ist dabei immer ein schmaler Grat zwischen Wissenschaft / Theorie/Fachwissen und der Herausforderung es für jeden verständlich und nachvollziehbar zu halten. Da man aber nicht allein an so einem Projekt arbeitet, sondern mit vielen erfahrenen Menschen im Verlag, wurden die Bedanken dann zusehends geringer.

F&G: Wie gut klappte es für euch als PT, nebenbei noch ein Buch zu schreiben? Gibt es außer Disziplin und Planung weitere Erfolgsfaktoren?

Marcel Doll: Zugegebenermaßen ist es immer wieder ein schwieriger Spagat zwischen der täglichen Arbeit mit unseren Kunden und der Autorentätigkeit. Projektbezogen kann so die Arbeitsbelastung recht hoch werden. Der Spaß am Schreiben und das schöne Gefühl, nach Abschluss des Projektes das gedruckte Buch als Endresultat in den Händen zu halten, gibt mir jedoch die nötige Energie dazu. Ich sehe das Schreiben als ideale Ergänzung zu meiner Tätigkeit als Personal Trainer. In meine Bücher kommt nur Inhalt, der sich in der Arbeit am Kunden bewährt hat. Nur auf diese Weise kann ich wissen, was in der Praxis tatsächlich funktioniert.

Katharina Brinkmann: Ja, zeitweise kann die Kombination von beidem tatsächlich stressig werden, aber bei einem Buch handelt es sich ja immer um ein Projekt. Es ist irgendwann abgeschlossen und man hält dann auch tatsächlich ein tolles Ergebnis in den Händen, auf das man stolz sein kann. Das motiviert und macht Spaß.

F&G: Wie gut klappte die Zusammenarbeit mit dem Verlag?

Marcel Doll: Ich bin definitiv froh, dass ich den Verlag an meiner Seite habe. Das erste Buch hat mich ehrlich gesagt, ziemlich Nerven gekostet. Das lag letztendlich daran, dass der ganze Prozess zur Buchentstehung etwas komplett Neues für mich war. Ich denke, dass man sich auf solch eine Herausforderung nur schwer vorbereiten kann. Die Zusammen­arbeit mit dem Lektorat, mit der Grafik, mit dem Satz, mit der Programmleitung und allen anderen Beteiligten sind mir jetzt bekannte Arbeitsabläufe, die reibungslos ab­laufen.

Katharina Brinkmann: Die Arbeitsprozesse laufen von Buch zu Buch routinierter. Man wächst an jedem Buch und lernt dazu, sodass das Schreiben immer selbstständiger wird. Dennoch ist auch die Kommunikation mit Lektorat, Grafik, Satz und Marketing während des Ent­stehungsprozesses wichtig, daher bin ich sehr froh, dass die Zu­sammenarbeit auf allen Ebenen gut klappt.

F&G: Wie verläuft das Finden bzw. das Festlegen der Buchthemen?

Marcel Doll: Bei unserem jeweils ersten Buch kam der Impuls von unserer Seite. Mittlerweile begeben wir uns zusammen mit dem Verlag auf Ideenfindung.

F&G: Wie lange dauert ein Buchprojekt von der Idee bis zur Veröffentlichung?

Marcel Doll: Von der Idee bis zur Veröffentlichung ging es bei meinem ersten Buch gut zwei Jahre. Bei den folgenden Büchern ging es dann deutlich schneller. Je nach Umfang des Buches dauert es jetzt zwischen sechs und zwölf Monate.

F&G: Kann man als „etablierter Autor“ auch eigene Ideen einbringen oder entscheidet der Verlag, was gefragt ist?

Marcel Doll: Man kann definitiv ei­gene Ideen einbringen. Letztendlich steht man als Autor mit seinem Namen für das Endresultat. Der Inhalt wird somit größtenteils vom Autor geliefert. Der Verlag gibt jedoch Feedback und Anregungen zum Inhalt. Dafür bin ich auch dankbar. Durch die unzähligen Buchveröffentlichungen eines Verlages hat dieser natürlich einen sehr großen Erfahrungsschatz, was auf dem Markt gefragt ist und auch funktioniert. Auf diese Erfahrungen greife ich gerne zurück. Auch die Zu­sammenarbeit mit dem Lektorat darf man nicht als Kritik an seinem Werk ansehen. Zusammen arbeitet man das beste sprachliche Ergebnis aus, so dass es dem Leser am Ende auch tatsächlich Freude bereitet.

F&G: Die Verkaufszahlen eurer Bücher bei Amazon sind sehr ordentlich. Woran liegt das eurer Meinung nach?

Katharina Brinkmann: Ich denke die Themen, die wir bearbeiten, treffen den Zahn der Zeit. Da wir bei der Ideenfindung eng mit dem Verlag zusammenarbeiten und dort mit viel Erfahrung und Know-how, was Thema, Design und Marketing angeht, gearbeitet wird, sprechen unsere Bücher in der Regel die breite Masse an. Letztendlich ist es allerdings immer spannend, aufregend und manchmal auch überraschend zu beobachten, wie sich die Verkaufszahlen entwickeln.

F&G: Welche Tipps habt ihr für Trainer, die Buchautoren werden wollen?

Marcel Doll: Mit dem Buch Geld zu verdienen sollte nicht die Hauptmotivation sein, solch ein Projekt in Angriff zu nehmen. Es sollte vielmehr die Leidenschaft am Schreiben sein. Der richtige Zeitpunkt ist auch entscheidend. Zum betreffenden Thema sollte es nicht bereits mehrere Bücher auf dem Markt geben.

Katharina Brinkmann: Da gebe ich Marcel Recht. Wer ein Buch schreiben möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es nicht damit getan ist das Manuskript abzugeben. Im weiteren Verlauf folgt das Lektorat, der Satz und das Marketing. In alle Prozesse ist man als Autor miteingebunden, was toll ist, da man im ganzen Entstehungs­prozess involviert ist und miterlebt, wie aus einem einfachen Word-Dokument am Ende ein tolles Buch wird. Aber der ganze Prozess ist natürlich auch mit Arbeitsaufwand verbunden.

F&G: Sind weitere Buchprojekte für 2018 geplant?

Marcel Doll: Auch 2018 wird es etwas Neues von uns in den Buchhandlungen geben. An dieser Stelle dürfen wir leider aber noch nicht mehr verraten ...

F&G: Danke für das Interview und eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!

Interview: Philipp Hambloch

 

 

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