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Was treibt Sie an, was bremst Sie aus?

Erstellt am: 22.03.2019 | Kategorie: Marketing & Sales,
Was treibt Sie an, was bremst Sie aus?

Motivation

Erster Teil des Artikels zur Serie „Motivation“

Was treibt Sie an, was bremst Sie aus?

Zum Auftakt der großen Artikelserie zum Thema „Motivation“ identifiziert Prof. Dr. Lothar Seiwert die inneren Mechanismen und Realitätsfilter, welche die Motivation hemmen bzw. auch steigern können.

Die Frage nach dem Motiv für eine Handlung kennt so viele Antworten, wie es Menschen gibt. Ein Beispiel: Wer antwortet was auf die Frage »Warum überquert das Huhn die Straße«?

E.T.: Es will nach Hause...

Charles Darwin: Hühner wurden über eine große Zeitspanne von der Natur in der Art ausgewählt, dass sie jetzt genetisch bereit sind, Straßen zu überqueren.

Albert Einstein: Ob das Huhn die Straße überquert hat oder ob die Straße sich unter dem Huhn bewegte, hängt vom Referenzrahmen ab.

Buddha: Mit dieser Frage verleugnest du deine eigene Hühnernatur.

Ralph W. Emerson: Das Huhn überquerte die Straße nicht, es transzendierte sie.

Pädagogin: Um auf die andere Straßenseite zu kommen.

Platon: Für ein bedeutenderes Gut.

Aristoteles: Es ist die Natur von Hühnern, Straßen zu überqueren.

Karl Marx: Es war historisch unvermeidlich.

Captain James T. Kirk: Um dahin zu gehen, wo noch nie zuvor ein Huhn gewesen ist.

Hippokrates: Wegen eines Überschusses an Trägheit in seiner Bauchspeicheldrüse.

Martin Luther King: Ich sehe eine Welt, in der alle Hühner frei sein werden, ­Straßen zu überqueren, ohne dass ihre Motive infrage gestellt werden.

Sigmund Freud: Die Tatsache, dass Sie sich überhaupt mit der Frage beschäftigen, dass das Huhn die Straße überquerte, offenbart Ihre unterschwellige sexuelle Unsicherheit.

Paradigmen, die uns ausbremsen

Kennen Sie die Motive, die Sie antreiben? Und auch die Klötze, die Sie am Boden halten? Ihre mentalen Gitterstäbe, die Tyrannei des »Ich muss ...«?

Im Gehirn tummeln sich Bremsen, die uns hindern, erfolgreich zu sein, glücklich zu leben. Sie heißen Paradigmen: Nein, auf ein Pferd steige ich nicht – ein großes Tier ist stärker als ich, also gefährlich. Nein, ein Buch schreibe ich nicht – ich war schon in der Schule schlecht in Deutsch. Nein, nach Indonesien fahre ich nicht – in den Tropen gibt es zu viele gefährliche Viren. Nein, ich suche mir keinen neuen Job – das Betriebsklima ist zwar eine Katastrophe, aber woanders wird das genauso sein.

Der Glaube, ein großes Tier, sei gefährlich, hält davon ab, auf dem Schimmel über die Felder zu galoppieren. Der Glaube, etwas nicht zu können, weil einem Lehrer vor einer Ewigkeit der Aufsatzstil nicht gepasst hat, hält einen ab, als Erwachsener mit vielen gesammelten Erfahrungen einen Bestseller zu schreiben. Der Glaube, die Tropen seien eine Brutstätte für gefährliche Viren, hält einen davon ab, die Welt kennenzulernen. Und der Glaube, dass es komfortabler sei, den ungeliebten Arbeitsplatz zu behalten, kann einen zutiefst unzufrieden machen.

Geistige Mauern

Viele Läufer träumten lange davon, als Erster eine Meile, also 1.609 Meter in weniger als 4 Minuten zu laufen. Es schien unerreichbar. Wissenschaftliche Studien behaupteten sogar, der Luftwiderstand des Menschen sei zu groß, das Austauschvolumen der Lunge zu gering für solch eine Leistung. Nur: Am 6. Mai 1954 lief Roger Bannister die Meile in 3 Minuten und 59,4 Sekunden. Noch im selben Jahr verbesserten 37 Läufer den Rekord von Roger Bannister. 1955 konnte ein Athlet bestenfalls auf einem Dorffest mit einer Zeit von mehr als 4 Minuten gewinnen. Weltweit liefen bereits 300 Läufer unter den 4 Minuten.

Was war passiert? 4 Minuten waren eine magische Grenze, ein Glaubenssatz: »Man kann 1 Meile nicht unter 4 Minuten laufen. « Solche Einstellungen oder Glaubenssätze haben eine große Kraft. Der britische Mittelstreckenläufer Roger Bannister überwand diesen Glaubenssatz – und riss damit eine geistige Mauer ein.

Eigene Realität im Kopf

Paradigmen sind mentale Modelle, Glaubenssätze, die das Leben steuern. Paradigmen setzen uns eine Brille auf, durch die wir die Welt sehen oder sehen wollen. Ein Paradigma ist wie das Wasser für einen Fisch, in dem er zwar schwimmt, aber das er nur schwer erkennen und beschreiben kann. Paradigmen beschreiben die Art und Weise, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen, verstehen, erklären. Sie bestimmen, ob das Glas Wein halb leer oder halb voll ist. So, wie wir ein Problem sehen, ist das Problem – groß oder klein, lösbar oder nicht. Paradigmen bezeichnen individuelle, aber auch kollektive Sichtweisen unserer selbst gezimmerten Realität.

Innere Antreiber ausmachen

Wenn wir unsere Antreiber – unsere inneren Bilder und Vorstellungen – falsch nutzen, werden sie zu Bremsen. Nur wenn Sie wissen, nach welchem Muster Sie agieren, können Sie den Fuß von der Bremse des Lebens nehmen und diese Antreiber zu Ihrem Vorteil nutzen.

Im zweiten Teil des Artikels in der Ausgabe 3/2019 finden Sie einen Test, der aufzeigt, warum und wo Sie sich manchmal selbst im Weg stehen.

Prof. Dr. Lothar Seiwert

Bildquellen: ©Dirima-fotolia.com, ©Roadfun-fotolia.com, ©Drobot Dean-fotolia.com,

Was treibt Sie an, was bremst Sie aus? Was treibt Sie an, was bremst Sie aus? Was treibt Sie an, was bremst Sie aus?

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