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Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit?

Erstellt am: 31.10.2019 | Kategorie: Szene,
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit?

Digitalisierung des Fitnessmarktes

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit?

Digitalisierung bedeutet für die Dienstleister der Fitnessbranche eine Investition nicht in Form von Kapital sondern auch Zeit, weil Betriebsabläufe an die Technologie angepasst und Mitarbeitern geschult  werden müssen.

Zeitpunkt und Höhe des Return on Invest der technologischen Innovation erscheinen auf Grund fehlender Erfahrungen im eigenen Unternehmen schwer greifbar. Für die Fitnessclubs besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eigene Influencer aufzubauen, in dem sie Raum für ihre Kommunikation, Informationen durch das eigene Personal in Influencer-Cafés oder Workshops anbieten. So fragt sich der eine oder andere, ob das Fitness-Business nicht so fortgeführt werden kann, wie es in den letzten Jahren auch erfolgreich war? Leicht versperrt dieser „Blick in den Rückspiegel“ das Verständnis für die fundamentalen Veränderungen der Gesellschaft unter dem Einfluss der Digitalisierung. Im Folgenden werden exemplarisch Teilprozesse der Kundengewinnung, der trainingsorientierten Verhaltensveränderung und der Kundenbindung unter dem Aspekt der Digitalisierung untersucht. Blicken wir gemeinsam in die nahe Zukunft.

Digitale Kundengewinnung

Bereiten Sie sich darauf vor, dass der Interessent nicht mehr bereit ist, an einem bedarfsermittlungsorientierten Kaufgespräch teilzunehmen. Erst recht nicht, wenn er hierfür eine Stunde oder mehr in einen Termin investieren soll.

Der Kunde wird über digitale Medien in Zukunft genau wissen, was mit welchen Fitnessgeräten zu trainieren ist. Möglicherweise werden Apps zur Verfügung stehen, mit denen die aktuelle Fitness und Gesundheit im Vorfeld recht zuverlässig analysiert werden. Der Kunde wird bereits motiviert durch die Unterstützung der Influencer und das Feedback der Follower in den sozialen Medien.

Auch der Studiorundgang kann online absolviert werden. Möglicherweise wird auch die Kaufentscheidung für ihn getroffen, da unser menschliches Urteilsvermögen zunehmend durch die Ergebnisse eines Rankings in Suchmaschinen ersetzt wird. Was die Digitalisierung allerdings nicht ersetzen kann, ist die intensive Emotionalität des Live-Erlebnis: So wird für den Erfolg des Fitnessclubs die Inszenierung eines Trainingserlebnisses und die quasi Live-Eventisierung des Trainings ein entscheidender Erfolgsfaktor sein. Alle anderen Arbeitsprozesse sollten soweit es geht dem digitalen Kollegen überlassen werden. Wenn der neue Kunde einer digitalen Welt vertraut, dann sollte sich auch der Fitness-Club in dieser präsentieren.

Digitaler Aufbau von Gesundheitskompetenz

Verhaltensveränderung und deren Stabilisierung kann durch den Aufbau von Gesundheitskompetenz unterstützt werden. Der Aufbau von Wissen über die Wirkung des Trainings auf die Gesundheit und damit die Lebensqualität führt dazu, dass der Trainierende z.B. die eigene Attraktivität, die verbesserte Leistungsfähigkeit oder die Reduktion von Rückenschmerzen ursächlich dem Fitnesstraining zuschreibt.

Gesundheitskompetenz kann auch bedeuten, auf der Basis des Fitnesstrainings ein ganzheitlich gesundheitsorientiertes Leben in den Alltag zu integrieren. Hierzu zählen gesunde Ernährung, Regeneration und die Aktivitäten im Alltag abseits des Trainings.

Digitale Lernstrategien bieten hier viele Vorteile. So bietet sich hier ein spielerischer Umgang mit Lehrinhalten an, bei dem die Belohnung quasi zeitgleich erfolgt. Die Integration von Bildern, Videos oder Hypertexten ermöglicht ein vernetztes Lernen. Diese Strategien entsprechen dem Lernverhalten der Generationen, welche durch die Digitalisierung geprägt sind (BLLV 2019).

In der digitalisierten Gesellschaft entscheiden über Lösungen für Probleme weniger das Wissen an sich als der Zugang zum Wissen. Schaffen Sie als Fitnessstudio Zugang zu qualifiziertem Online-Wissen. Der Umfang und der Inhalt der Lernpakete kann flexibel an den jeweiligen Zeitbedarf und das aktuelle Interesse angepasst werden.

Analoges Lernen, auch zum Aufbau von Gesundheitskompetenz, droht damit ein Auslaufmodell zu werden. Die Arbeit der Fitnesstrainer wird in der Zukunft wohl weniger in der Vermittlung von Informationen bestehen als eher darin, Situationen zu schaffen, in denen Wissen mit einer körperlichen Erfahrung verknüpft wird.

Digitalisierung von sozialen Kontakten und Kommunikation

Die sozialen Medien haben es ihren Nutzern sehr einfach gemacht, Kontakte zu anderen Menschen aufzubauen und zu unterhalten. Möglich wurde dies unter anderem durch die permanent, einfache Möglichkeit der Kommunikation sowie die Möglichkeit der Selektion der Nutzergruppen z.B. nach Interessen, um Gleichgesinnte zu finden.

Auch die Bindung durch Lob und Anerkennung ist stark erleichtert: Einfach den LIKE-Button drücken. Hieraus entwickelte sich das Geschäftsmodell der Social Influencer. Dies sind Menschen, die über den Multiplikatoreffekt einer ständig wachsenden Fan-Basis einen Einfluss auf die öffentliche Meinung ausüben können.

Die Stärke des Einflusses entsteht dabei weniger über den Informationsgehalt, sondern durch das mannigfaltige Feedback der Anhänger. Die Information ist hier vor allem ein persönliches Statement, dass vor allem Follower und Like genieren soll. Kritisch darf mancher Inhalt gehen werden. Für die Fitnessclubs besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eigene Influencer aufzubauen, in dem sie Möglichkeiten für ihre Kommunikation im Rahmen des Trainings oder Informationen durch das eigene Personal in Influencer-Cafés oder Workshops anbieten. Für die Fitnessclubs besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eigene Influencer aufzubauen, in dem sie Raum für ihre Kommunikation, Informationen durch das eigene Personal in Influencer-Cafés oder Workshops anbieten.

Fazit

Die Bedürfnisse des Kunden entwickeln sich unter dem Einfluss der Informations- und Kommunikationstechnologien weiter. Vieles spricht dafür, dass das Verhalten des Kunden sich entlang der Digitalisierung unserer Gesellschaft verändert. Demnach sollte auch der Fitnessclub, dessen Erfolg auf einem kundenzentrierten Geschäftsmodell basiert, digitale Technologien zum Aufbau von Kundengewinnung, -bindung und Trainingsbetreuung implementieren.

Insgesamt wird deutlich, dass die Fitnessbranche die digitalen Trends aufgreifen sollte, damit sie nicht hinter den Entwicklungen der Gesellschaft zurückbleibt. Vollständig undigitalisierte Trainingsangebote als Gegentrend werden wohl nur Raum für Nischenangebote bieten.

Prof. Dr. Niels Nagel

Literaturverweis:
BLLV 2019. Zugriff auf https://www.bllv.de/vollstaendiger-artikel/news/wie-die-digitalisierung-das-lernverhalten-der-kinder-veraendert/

 

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