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Wie gesund lebt ein eSportler?

Erstellt am: 21.03.2019 | Kategorie: Szene,
Wie gesund lebt ein eSportler?

PK zur eSport-Studie

eSport Studie 2019

Wie gesund lebt ein eSportler?

Die eSport Studie 2019 untersucht das Trainings- und Gesundheitsverhalten von eSportlern und Hobby-Gamern. Ziel ist es mit den gewonnenen Erkenntnissen, Trainingsansätze im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention zu entwickeln.

Das Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierter Prävention und Rehabilitation der Deutschen Sporthochschule Köln hat zusammen mit dem Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung der AOK Rheinland/Hamburg eine großangelegte Studie zum Thema eSport durchgeführt. Die Befragung von 1.200 in Deutschland lebenden eSportlern berücksichtigt das Gaming sowohl im Leistungs- als auch im Breitensportbereich.

Der durchschnittliche eSportler

Wie bei allen anderen Sportarten ist die Leistungsspitze, also die Anzahl an professionellen eSportlern aus den befragten 1.200 Spielern, die von den Turnier und Sponsorengeldern leben können, mit 4,7% sehr schmal. Für über die Hälfte der Spieler ist Gaming „nur“ ein Hobby. Laut der Studie ist der durchschnittliche Gamer ein 23-jähriger Mann, der schon seit über 11 Jahren spielt. Eine Hälfte der 1.200 Befragten geht noch zur Schule oder studiert, der Rest macht eine Ausbildung oder arbeitet. Auffällig ist, dass nicht nur die Profis sehr viel Zeit vor ihrem Bildschirm verbringen, auch Amateure spielen im Durchschnitt vier Stunden am Tag. Mit durchschnittlich 20 Stunden Spielzeit in der Woche ist Gaming auch als Hobby äußerst zeitintensiv.

Reiner Sitzsport

Wer beim Spielen nicht gerade stehen oder hocken möchte, hat gar keine andere Wahl, als dabei zu sitzen. Obwohl die Studie zeigt, dass immerhin die Hälfte der eSportler die eigene Gesundheit als gut einschätzt, weisen die erhoben Daten auf eine sichtbare Korrelation von langen Sitzzeiten und einer negativeren gesundheitlichen Selbsteinschätzung hin. Das bedeutet je länger jemand vor seinem Computer sitzt, desto wahrscheinlicher ist es, dass er sich gesundheitlich nicht auf der Höhe fühlt und auch selbst so einschätzt. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass der durchschnittliche eSportler mit seinem siebenstündigen Schlaf zwar nur etwas weniger schläft als der durchschnittliche Deutsche, seine Schlafqualität jedoch oftmals als defizitär beschreibt.

Bleibt genug Zeit für Bewegung?

Die Mehrheit der eSportler gab in der Studie an, neben dem Gaming auch körperlichen Sport zu treiben – mit 36,2% nimmt Fitness dabei Rang eins ein. Eigenen Angaben zufolge ist 68,3 Prozent der Befragten mindestens 2,5 Stunden pro Woche körperlich aktiv, was sogar der WHO-Empfehlung entsprechen würde. Rechnet man die Angaben des Durchschnittsspielers einmal durch, zeigt sich allerdings, dass das Zeitfenster für solche Aktivitäten in der Realität sehr knapp bemessen wäre, was wiederum berechtigten Anlass für Zweifel gibt. Acht Stunden pro Tag sind bei berufstätigen eSportler bereits von vorneherein durch die Arbeitszeit verplant, dazu kommen etwa eine Stunde Arbeitsweg, sieben Stunden Schlaf, eineinhalb Stunden für alle täglichen Mahlzeiten und mindestens vier Stunden eSport-(Training). Am Ende blieben nur noch zweieinhalb Stunden am Tag für alle anderen Aktivitäten übrig – egal ob nun für Sport oder etwas anderes.

Großes Potenzial für die Branche

Dreiviertel der 1.200 Befragten geben in der Studie an, dass sich ein gesunder Lebensstil positiv auf ihre Leistung im eSport auswirkt. Für 80,2% der Befragten bedeutet dies körperliche Fitness, für 92 % ausreichend nächtlicher Schlaf und für 70,4 % eine bewusste Ernährung. Insgesamt lässt sich anhand der Studie das Fazit ziehen, dass insbesondere in diesen drei Bereichen Optimierungsbedarf besteht. Gesundheitliche Langzeitschäden durch die langen Sitzzeiten, die in der Studie nicht berücksichtigt werden können, sollten an dieser Stelle ebenfalls noch erwähnt werden.

Laut der Studie wird ein ganzheitliches Programm benötigt, das sowohl zielgruppenorientierten Anforderungen des eSports gerecht wird, aber auch Präventionsmaßnahmen und Gesundheitsförderung bietet. Dieses Konzept sollte so angelegt sein, dass nicht nur die Profis, sondern auch die Hobbygamer gesundheitlich davon profitieren.

Im Ergebnis findet die Studie einen möglichen Ansatzpunkt in der Kombination von Methoden aus dem Sport und dem Fitnesstraining, die gleichzeitig aber auch einen positiven Einfluss auf eSport-spezifische Leistungsanforderungen haben. Erste professionelle Lösungen von Anbietern der Fitnessbranche nutzen Elemente der Gamification: Da wären zum Beispiel PRAMA von Pavigym, die iWall von Scotfit und gamifizierte Cardiogeräte, die vielversprechende Möglichkeiten bieten, die eSportler in die Studios zu bringen.

www.dshs-koeln.de

Grafikquelle: eSportwissen.de
Bildquelle: ©osmanpek- Fotolia.com

 

Statement von Volker Ebener zur Bewertung von eSport in der Politik

 

Wir, das F&GTeam, haben uns seit der Veranstaltung zum Thema eSport im Mirai, wo auch Vertreter des eSports-Verbandes zu Wort kamen, eindeutig positioniert. Dabei freuen wir uns über jeden eSportler, der regelmäßig im Fitnessstudio trainiert. Davon wird jedoch, trotz des Namens, eSport nicht zum Sport. Jetzt hat sich der DOSB-Präsident Alfons Hörmann sogar mit seiner CSU-Parteikollegin, der Digitalisierungsbeauftragten, angelegt: „Die Digitalisierungsbeauftragte kann immer wieder festhalten: eSport ist Sport, Punkt. Und wir formulieren: eSport existiert in dieser Form nicht, Ausrufe zeichen! Und es wird auch nicht ins olympische Programm kommen.“

Das wird der Regierungskoalition sicher gar nicht ins Konzept passen, denn sie hat sich die Anerkennung von eSport als gemeinnützigen Sport und den Einsatz für die Aufnahme von e-Sports ins olympische Programm selbst in den Koalitionsvertrag geschrieben. Auch Hessens Minister des Innern und für Sport Peter Beuth – in Deutschland gibt es kein eigenständiges Sportministerium, so dass die Funktion vom Innenministerium abgedeckt wird – nahm äußerst kritisch zu dem Begehren des ESBD (eSport-Bund Deutschland) Stellung und sagte: „Computerspielen ist genauso wenig Sport wie Stricken oder Blockflöten.“

Dass die e-Sport-Diskussion allerdings noch längst nicht vom Tisch ist, beweist der Antrag an die Bundesregierung von Bündnis 90/Die Grünen, konkrete Maßnahmen zur Förderung von eSport in Deutschland, durchzusetzen.

Volker Ebener

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