Brandneu Aktuelle Ausgabe Newsletter abonnieren
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige - - Anzeige - - Anzeige -
- Anzeige - - Anzeige - - Anzeige -

Studie: Spinat lässt Muskeln tatsächlich wachsen

Studie: Spinat lässt Muskeln tatsächlich wachsen

Was für Spitzensportler jetzt auf die Doping-Liste gesetzt werden soll, ist für Senioren eine Chance: Denn die in Spinat enthaltenen Pflanzenhormone, die sogenannten Ecdysteroide (insbesondere das Ecdysteron), sorgen nicht nur im Comic, sondern auch im realen Leben nachweislich für den bekannten Popeye-Effekt mit Muskelwachstum und Leistungssteigerung. Gerade darin liegt für ältere Menschen der Vorteil.

„Ab dem 50. Lebensjahr verlieren wir rund ein Prozent unserer Muskelmasse jährlich, aber unsere Muskelkraft schwindet noch dramatischer. Die damit einhergehenden Funktionseinschränkungen fasst man neuerdings unter dem Begriff Sarkopenie (griechisch sarx für Fleisch und penia für Mangel) zusammen“, so Apotheker Dr. Thomas Lauscher aus Bonn. Ältere Menschen werden schwächer und unbeweglicher, fallen leichter und verletzen sich schneller. Aber Lauscher gibt Entwarnung: „Wer sich altersgerecht ernährt und regelmäßig bewegt, kann dem altersbedingten Muskelschwund (Sarkopenie) entgegenwirken.“

Ecdysteron im Spinat: Stoff mit großer Wirkung

Insofern begrüßt Lauscher sehr, dass dem Spinat in einer neuen Studie vom Institut für Pharmazie der Universität Berlin eine ganz wichtige Rolle für Kraftzuwachs und Leistungssteigerung durch den natürlichen Inhaltsstoff Ecdysteron zugeschrieben wird. Das Ecdysteron, das auch als 20-OH-Ecdyson oder als beta-Ecdyson bezeichnet wird, gilt als der wirksamste Bestandteil dieser Gruppe von Spinat-Inhaltsstoffen, den Ecdysteroiden.

Als Lauscher zusammen mit seinem Apothekerkollegen Dr. Andreas Madaus und wissenschaftlichen Beratern unterschiedlicher Fachrichtungen geeignete Inhaltsstoffe für ein Nahrungsergänzungsmittel zum Erhalt der Muskulatur älterer Menschen suchte, wurde schnell klar: Spinat mit seinen Ecdysteroiden darf nicht fehlen.  

Lauscher stieß im Rahmen seiner Recherchen auf eine Vielzahl von Veröffentlichungen insbesondere zu vielversprechenden Tierversuchen mit Spinatextrakten oder mit dem daraus isolierten Stoff Ecdysteron. Diese Untersuchungen lassen darauf schließen, dass die Inhaltsstoffe des Gemüsespinats bei Säugetieren wie auch beim Menschen positive Effekte auf Muskel- und Knochengewebe haben, ohne Nebenwirkungen zu entfalten.

Die Forschungsgruppe um den US-Forscher Professor Ilya Raskin von der Rutgers University, New Brunswick (New Jersey, USA) arbeitet seit Jahren an der Erforschung von Wirkungen des Spinats. So hat Raskin ein hochkonzentriertes Spinatextrakt hergestellt und es sowohl Mäusen als auch Menschen in flüssiger Form verabreicht, um die Wirkung der Ecdysteroide zu beweisen. Das Ergebnis: Sowohl bei Mäusen als auch bei Menschen nahm die Muskelmasse zu. Vgl. 1

Muskulatur: Ein weites Feld für die Forschung

Darüber hinaus geht auch die Ärztin Marie Sunder-Plassmann in ihrer Dissertation davon aus, dass ein Präparat „aus dem pflanzlichen Steorid Ecdysteron das Potential haben könnte, an vielfältigen Punkten der Osteoporose-Entwicklung anzusetzen und diese zu verhindern.“ 2

Interessant ist, dass daneben auch die sonst so verteufelten Nitrate im Spinat vorkommen und eine positiv auf Muskelzellen wirken. Forscher des Stockholmer Karolinska-Instituts an der Hochschule für Medizin haben im Tierversuch Trinkwasser von Mäusen mit Nitrat ergänzt. Bereits nach einer Woche konnten sie schon eine deutliche Stärkung der Muskulatur feststellen. Ihre Erklärung: Durch das Nitrat wird die Konzentration von zwei Proteinen in den Muskeln erhöht. Diese Proteine sorgen dafür, dass mehr Kalzium gebildet wird, was die Fast Twitch Fasern (ein Muskelfasertyp, der sehr schnell reagieren kann und kräftige Kontraktionen ermöglicht) stärkt. Vgl. 3   

Es gibt Hinweise darauf, dass in einigen Ländern des ehemaligen Ostblocks Spinat und isolierte Ecdysteroide schon in den 1980er Jahren bei Elitesoldaten und Spitzensportlern zur Leistungssteigerung eingesetzt worden sind. Da wusste man bereits, dass das Blattgemüse zu Muskelwachstum, einem geringerem Sauerstoffverbrauch und einer allgemein besseren Gesundheit führt. Der Effekt zeigt sich in Verbindung mit Sport und Bewegung sehr schnell.

In der aktuellen Studie der Gruppe um Professor Maria Parr vom Pharmazeutischen Institut der FU Berlin reichte ein Untersuchungszeitraum von zehn Wochen aus, um Effekte der Spinatinhaltsstoffe in unterschiedlichen Dosierungen zu demonstrieren. 4 Jetzt ist noch offen, ob diese Inhaltsstoffe auf die internationale Dopingliste kommen.

Ernährung plus Bewegung: Mobilität bis ins hohe Alter

Für die Apotheker Madaus und Lauscher, die in ihrem Unternehmen Konzepte zur Senioren-Gesundheit entwickeln, spielt das keine Rolle. Schließlich sollen die alternden Menschen lange mobil bleiben. Das Unternehmen entwickelte mit einem Partnerunternehmen, das auf Pflanzenextrakte und Anbauoptimierung spezialisiert ist, bereits verschiedene standardisierte Versionen hochwertiger Spinat-Extrakte. „Wir sind von der Spinatpflanze so fasziniert, dass wir weitere Forschungsarbeit in diese Pflanze investieren“, so Lauscher voller Begeisterung.

Wirksame Mengen in der üblichen Spinatportion?

Je nach Ecdysteroid-Gehalt könnten 250 Gramm Spinat – möglichst frisch und nicht erhitzt – ausreichen, um die von einigen Wissenschaftlern als relevant erklärte Dosis von ca. 200 Milligramm Ecdysteroide bzw. 25 mg Ecdysteron zu erreichen. Allerdings müsste diese Menge täglich verzehrt werden, damit die in den Studien gezeigten Effekte erzielt werden. 

Deshalb haben die beiden Apotheker hochwertiges Spinatextrakt mit weiteren wichtigen Nährstoffen wie essentiellen Aminosäuren aus Molkeneiweißisolaten, Kreatin und muskelrelevanten Vitaminen zu einer ausgewogenen Mischung für die Muskulatur kombiniert. Damit lassen sich frühzeitig Reserven aufbauen, die den Körper – insbesondere die Muskulatur – stabilisieren und erhalten. Auch dem Alterssyndrom Frailty, das sich durch verschiedene Gebrechen wie Verlust der Muskelkraft, Gangunsicherheit, Störung des Gleichgewichts etc. darstellt, kann so – vor allem wenn man sich zudem bewegt – sehr gut vorgebeugt werden.

Quellen

1 https://www.telegraph.co.uk/news/science/science-news/3341839/Spinach-does-really-help-build-muscles.html, 8. Mai 2008 (Stand: 6/2019)

2 Marie Sunder-Plassmann, Die Wirkung von 20-OH-Ecdyson auf Osteoporose und das Fett im Kniegelenk im Zusammenhang mit dem Metabolischen Syndrom, Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades, Göttingen 2013

3 Vgl. http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/medizin/wegen-nitrat-spinat macht-starkt/6798682.html Stand: 26. Juni 2012

4 Isenmann, E., Ambrosio, G., Joseph, J.F., et al. Arch Toxicol (2019)


Weitere Infos finden Sie hier 

https://frailex.de


Bilder: Fotolia/ BillionPhotos.com; Frailex

« zurück

Ähnliche Beiträge

- Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige - - Anzeige -

© F&G - Fitness & Gesundheit 2018